Inszeniert
Spott und Häme für Putins einsamen Trauermarsch
Anlass für Putins jüngste Inszenierung war die Beisetzung seines Judo-Trainers aus Kindheits- und Jugendtagen, Anatoli Solomonowitsch Rachlin. Nachdem der Präsident Abschied von seinem "aufmerksamen Mentor" genommen hatte, schickte er die auf ihn wartende Limousine weg und lief scheinbar allein durch eine breite Straße und über eine Brücke in seiner Heimatstadt. Verfolgt wurde er allerdings von einer Schar an Personenschützern und einem Kamerateam.
Blogger: "Das ist zum Totlachen"
"Das ist Zirkus, was für ein Schauspieler!", lautete einer von zahlreichen Blog-Beiträgen. "Das ist zum Totlachen. Er ist ganz allein - abgesehen von den Sicherheitsagenten hinter jedem Fenster", spottete ein weiterer Blogger. Dass die Straße im Voraus abgesperrt war, nährte den Verdacht auf eine Inszenierung.
"Warum sind die Straßen dort so verwaist? Weil sie gesäubert wurden wie Grosny im Jahr 2000", ätzte ein dritter Blogger in Anspielung auf die im Tschetschenien-Krieg weitgehend zerstörte Hauptstadt der Kaukasus-Republik. "Alles wurde gereinigt, und dann stieg der Präsident auf die Bühne", lautete ein weiterer Eintrag.
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