Wein, das Aushängeschild des Burgenlandes, ist eine ökonomische Größe, die immer mehr an Bedeutung gewinnt. Als wichtiger Faktor in der Wirtschaft und im Tourismus sieht sich die Branche mit neuen Herausforderungen konfrontiert. Diskutiert wird eine Änderung des Gesetzes.
„Lebensgewohnheiten ändern sich. Vor allem auf die jungen Zielgruppen muss mehr eingegangen werden“, geben Spartenkenner zu bedenken. „Turbulente Zeiten erfordern klare Antworten. Unsere Winzer brauchen bessere Rahmenbedingungen. Die Forderung nach einem neuen Weingesetz, das die geänderten Gegebenheiten berücksichtigt, wird laut“, stellt Weinbaupräsident Andreas Liegenfeld fest.
Kein Diktat über Stil
Intensiv zu diskutieren sei die dreistufige Herkunftspyramide. „In diesem Punkt wollen wir unser Modell mit Gebiet, näherer Herkunft und Riede heuer fertigstellen. Ein Diktat über Weinstile und Klassifizierungen wird jedenfalls nicht geduldet“, erklärt Liegenfeld.
Genuss als Motivation
Abgesehen davon, soll die Symbiose zwischen Wein und Tourismus weiter gestärkt werden. 23 Prozent der Burgenland-Gäste geben Kulinarik und vinophilen Genuss als ausschlaggebende Motive für ihren Urlaub in der Region an.
Lust aufs Burgenland
„Speziell in den Frühjahrs- und Herbstmonaten ließen sich die Besucherzahlen durch das vielfältige weintouristische Angebot deutlich steigern“, bestätigen Wein-Burgenland-Obmann Herbert Oschep und Christian Zechmeister vom Weintourismus.
Weinbaupräsident Liegenfeld: „Bei gemeinsamen Präsentationen wird das Angebot gezielt beworben. Bestes Beispiel ist die aktuelle Verkostung in Linz mit knapp 100 Winzern, die Lust auf das Burgenland macht.“
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