Vergewaltigung? Fortgesetzte Gewaltausübung? Ein Vater aus dem Burgenland (45) hält mit allen Mitteln bedingungslos zum Sohn (22), der seit zehn Monaten in U-Haft sitzt. Der Senior trat sogar nach einem Justizwachebeamten. Nun fiel eine Verwandte aus dem Rahmen, die im Saal filmte und eine Zeugin am Gang mit Infos versorgte.
Was bisher geschah: 2024 sollte der damals 20-Jährige verhaftet werden, weil ihn seine Freundin (18) wegen Gewalttätigkeiten angezeigt hatte. Der Vater ermöglichte ihm die Flucht. Beide wurden verurteilt, der Sohn musste ins Gefängnis. Kaum entlassen, nahm die Beziehung zur jungen Frau wieder Fahrt auf. „Sie haben einander geliebt, weil sie sich gehasst haben“, sagt eine Zeugin. „Eine Freundschaft Plus, mit längeren Pausen dazwischen.“
Klares Nein zu den schwerwiegenden Vorwürfen
Am 4. Jänner 2026 wird der Nordburgenländer von derselben Frau wegen Vergewaltigung („Nein!“), fortgesetzter Gewaltausübung („Nein!“), beharrlicher Verfolgung („Ja, ich habe viele Nachrichten geschickt“) und Körperverletzung („Ja, ich habe sie gezwickt, aber nicht an den Haaren gerissen“) abermals angezeigt und wandert in U-Haft.
Bei der Hauptverhandlung am 25. August steht der mittlerweile 22-Jährige auf und will heimgehen. Er wird von Justizwachebeamten aus dem Saal geleitet. Der Vater, der im April ein Mail an die Polizei geschrieben hatte, in dem er der 20-Jährigen drohte (auch hier gab’s einen Schuldspruch) trat am Gang auf einen der Beamten ein. Er bekam Hausverbot am Landesgericht.
Vater muss sich aus Mattersburg melden
Und am Donnerstag? Mit einer dicken Kette um die Knöchel und in Handschellen, strengstens bewacht, wird der U-Häftling vorgeführt. Die Aussage des Vaters muss aus dem Bezirksgericht Mattersburg eingespielt werden. Der zeichnet kein schmeichelhaftes Bild von der Niederösterreicherin. Es geht um Alkohol. Drogen. Sexuelle Abhängigkeit. Provokation. Er legt Videos vor. Und ja, sein Sohn habe das Problem, extrem eifersüchtig zu sein.
Eine Verwandte filmt im Saal mit dem Handy und schickt Nachrichten an eine Zeugin, die draußen wartet. Die Richterin wird laut: Missachtung des Gerichts! Sie bittet den Angeklagten um Geduld. „Ich sitz’ seit zehn Monaten. Da ist eine halbe Stunde auch schon wurscht“, sagt er. Es wird erneut vertagt.
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