Lage angespannt

Neue Impulse für den Arbeitsmarkt dringend nötig

Burgenland
25.02.2025 06:00

Ins Stottern geraten ist der Konjunkturmotor in Österreich. Die Zahl der Arbeitslosen stieg in den vergangenen Monaten kontinuierlich an. Im östlichsten Bundesland will die neue Regierung gegensteuern. Verstärkt wird auf Wirtschaftsförderung, Qualifizierung und Lehrlinge gesetzt.

„Wenn die Zahl der Jobsuchenden zunimmt, gibt es nichts zu beschönigen. Darauf kann es jedoch nur eine Antwort geben, und zwar auf neue Herausforderungen im Kampf gegen die Arbeitslosigkeit rasch zu reagieren.“ Dieser Leitlinie folgen Wirtschaftslandesrat Leonhard Schneemann und Robert Hergovich in der Rolle als SPÖ-Klubvorsitzender und Arbeitsmarktsprecher.

Situation stabil
Die Stimmung in den Betrieben ist bundesweit angespannt. Das Burgenland kann immerhin auf bessere Daten verweisen als andere Bundesländer. Der Anstieg der Arbeitslosigkeit fiel in den vergangenen Monaten im östlichsten Bundesland geringer aus als im Österreich-Schnitt. Mit 112.800 unselbstständig Beschäftigten im Mittelwert hatte das Burgenland 2024 eine stabile Beschäftigungslage zu vermerken.

Positive Aussichten
„Der Start ins heurige Wirtschaftsjahr verläuft zuversichtlich. Mit 109.000 Beschäftigten ist der höchste Jänner-Wert registriert worden“, so die erste Bilanz. Laut Arbeitsmarktdaten für Jänner 2025 ist das Burgenland das einzige Bundesland ohne Zunahme bei den Jobsuchenden.

„Zur Stärkung des Standortes sind weiterhin enorme Kraftanstrengungen in Form zweckgerichteter Maßnahmen nötig. Eine aktive Wirtschafts- und Arbeitsmarktpolitik ist im neuen Regierungsprogramm verankert“, betont Schneemann. Hergovich verweist auf die Schwerpunkte in Bezug auf die Qualifizierung und die Lehrlingsausbildung. 

Verstärkt steht die Ausbildung für Lehrlinge im Mittelpunkt. Die wichtigsten Wirtschaftsziele ...
Verstärkt steht die Ausbildung für Lehrlinge im Mittelpunkt. Die wichtigsten Wirtschaftsziele sind im neuen Programm der Landesregierung verankert.(Bild: Greiner AG, VA, Spar)

Eine Reihe von Maßnahmen
Das erweiterte Konzept beruht auf vier Säulen. Erstens: Die Wirtschaftsförderung soll frische Impulse zur Unterstützung bestehender Firmen und für die Ansiedlung neuer Betriebe bringen. Zweitens: Wirtschaftspolitisch rücken Innovation und Technologie, Forschung und Entwicklung, die Internationalisierung und die Stärkung der heimischen Klein- und Mittelbetriebe noch mehr in den Mittelpunkt.

Drittens: Die Rahmenbedingungen für Neugründungen und ganz besonders Start-ups sollen attraktiver werden. Viertens: Im Fokus stehen weiters neue Initiativen für die Ausbildung von Fachkräften. „Das Land und die Wirtschaftsagentur zielen auf ein nachhaltiges Wachstum ab, um Jobs zu schaffen und abzusichern“, kündigt Schneemann an.

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