26.07.2013 12:57 |

4,5 Milliarden Euro

EU-Kommission bestätigt nächste Athen-Hilfstranche

Weg frei für weitere Hilfsgelder an Griechenland: Ein Sprecher der EU-Kommission erklärte am Freitag in Brüssel, 2,5 Milliarden Euro könnten nächste Woche aus dem Europäischen Rettungsfonds EFSF an Athen fließen. Weitere 1,5 Milliarden Euro würden von den nationalen Zentralbanken kommen. Zuvor hatte vor allem Deutschland auf eine Verzögerung gedrängt.

Athen hatte erst am Donnerstagabend den Weg für die Auszahlung der nächsten Ratenzahlung freigemacht. Die griechischen Parlamentsabgeordneten beschlossen die letzte von insgesamt 22 "prior actions", also vorrangigen Maßnahmen, die von den internationalen Kreditgebern verlangt wurden, um weitere Hilfsgelder freigeben zu können. Dabei geht es um die Überführung von 4.200 Beamten in eine sogenannte "Mobilitätsreserve", die eine Versetzung innerhalb der Verwaltung oder Entlassung binnen acht Monaten vorsieht.

Nun auch hochqualifizierte Lehrer in "Reserve" geschickt
Bei einer Überprüfung hatte sich eine Lücke herausgestellt. Um diese zu schließen, hängte das Bildungsministerium am Donnerstag eine Novelle an das Gesetz zum Steuerverfahren an, wodurch 245 hochqualifizierte Lehrkräfte ebenfalls in die Mobilitätsreserve überführt wurden. Sie waren im letzten Sparpaket ausgenommen worden. Bis Ende des Jahres sollen laut Plan 25.000 griechische Beamte "in Reserve" geschickt werden.

Zu den bereits genannten vier Milliarden Euro kommen weitere 2,8 Milliarden bis Oktober dazu. Dabei geht es um 1,8 Milliarden Euro durch den Internationalen Währungsfonds im August, sowie 500 Millionen aus dem EFSF im Oktober. Ebenfalls im Oktober sollen 500 Millionen erneut von den Zentralbanken fließen.

Bisher 240 Milliarden Euro nach Athen geflossen
Das Euro-Land musste in den vergangenen Jahren zweimal mit insgesamt 240 Milliarden Euro von seinen Euro-Partnern und dem Internationalen Währungsfonds vor der Pleite bewahrt werden. Der öffentliche Dienst des Landes gilt als ineffizient und korrupt.

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