Bei der Ski-WM 1991 hat der Vater von Michael Kees die Starter-Crew geleitet. Heute trägt er die Verantwortung und leitet ein fünfköpfiges Team aus Einheimischen – und kein Läufer fährt ohne ihre Freigabe.
Imposant ging es bei der Herren-Abfahrt aus dem Starthaus raus. Stets vor Ort: Fünf Hinterglemmer, die als Starting Crew (Starter Team) den Ablauf regeln. Michael Kees leitet das Team, alle vom Skiclub Hinterglemm. Kees: „Ich hab den Job von meinem Vater übernommen. Der war 1991 Startrichter und ich bin damals nach der WM als Startrichter eingeschult worden.“ Heute steht er an der Front.
Das Team ist für einen fairen Wettkampf verantwortlich, Kees sagt aber: „Hauptsächlich sind wir für die Sicherheit verantwortlich.“ Inwiefern? „Der Startrichter steht mit der Jury in Kontakt und darf keinen Fahrer runterschicken, wenn ein Problem auf der Strecke wäre.“ Kein Läufer startet, ohne dass Kees und sein Team das Freizeichen geben.
„Jugendrennen sind schwieriger!“
Alle fünf machen den Job freiwillig, haben sich extra Urlaub genommen. Sie genießen das lässige WM Flair und schwärmen von den unkomplizierten Rennfahrern. „Die haben alle keine Star-Allüren, sind super nett – eine WM ist einfacher als Jugendrennen. Dort sind die Eltern der Jugendfahrer viel schwieriger“, sagt Kees.
50 Rennen pro Jahr, vom Kids-Rennen, über Firmen-Rennen bis zur Ski-WM – die Jungs vom Starter-Team sind echte Profis. Crew-Mitglied Jakob Breitfuss war bereits 1991 bei der WM als Helfer dabei. „Seit ich ein Lausbub war, bin ich im Skiclub, war 1991 dann im Streckendienst und mittlerweile bin ich Starter.“
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