09.07.2013 13:15 |

12 Milliarden Euro

Flut war weltweit bisher teuerste Katastrophe 2013

Zwölf Milliarden Euro Schaden hat das Hochwasser Ende Mai und Anfang Juni in Österreich und einigen Nachbarländern angerichtet. Laut Angaben der Münchener Rückversicherung war die Flut an mitteleuropäischen Flüssen wie Donau und Elbe damit die weltweit "mit Abstand teuerste Naturkatastrophe" des ersten Halbjahres 2013. Die Gesamtschadenssumme nach Naturereignissen beläuft sich in den ersten sechs Monaten des Jahres demnach auf 35 Milliarden Euro.

Überschwemmungen standen im bisherigen Jahresverlauf ganz oben auf der Liste der teuersten Katastrophen: Nicht weniger als 47 Prozent der weltweiten Gesamtschäden gehen auf das Konto von Überflutungen, rechnet die Versicherung vor.

Nur ein Viertel der Schäden in Europa gedeckt
In Europa war nur etwa ein Viertel der Flutschäden durch Versicherungen gedeckt. Der deutlich größte Teil des versicherten Schadens entfällt auf Deutschland, das im Süden von den Donau- sowie im Osten und Norden von den Elbfluten stark betroffen war.

Mit großem Abstand auf Platz zwei der teuersten Naturereignisse des bisherigen Jahres landete die schwere Tornadoserie im Mai und Juni in den USA. Neben 26 Todesopfern waren hier rund 2,3 Milliarden Euro Schaden zu beklagen.

Ebenfalls teuer zu stehen kamen die Betroffenen bzw. ihre Versicherer Überschwemmungen in der kanadischen Provinz Alberta sowie Sturzfluten in Indien und Nepal vor wenigen Wochen. Weltweit wurden 2013 laut "Rück" bisher 460 "schadensrelevante" Naturereignisse verzeichnet.

2013 für Versicherer bisher vergleichsweise billig
Global betrachtet war das Jahr 2013 bisher für die Rückversicherungsbranche - sozusagen die Versicherer der Versicherungsunternehmen - ein günstiges: Im Vorjahr lag der Gesamtschaden nach Naturkatastrophen zu dieser Jahreszeit bereits bei 66 Milliarden Euro und war damit beinahe doppelt so hoch.

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