Berndorfer und oberösterreichisches Modell für die Betreuung der Kleinsten sind nicht wirklich vergleichbar. Bevölkerung und Parteien sind bei dem Thema generell gespalten.
Sollen die Kleinsten im Lande lieber in den eigenen vier Wänden oder in Krabbelgruppen betreut werden? Diese Frage spaltet die Bevölkerung und auch die Parteien. Während etwa die Sozialdemokraten bei finanzieller Unterstützung der ersten Varianten von einer „Herd-Prämie“ sprechen, heißt es bei der FPÖ „Wahlfreiheit“. Derzeit wird auch bei den Regierungsverhandlungen im Bund über diese Thematik diskutiert. Prinzipiell muss man aber zwei Ansätze unterscheiden, die gerne vermischt werden. Zu einem gibt es das Berndorfer Modell des Ex-Bürgermeisters Josef Guggenberger (ÖVP).
Zum anderen gibt es seit 2004 das oberösterreichische Modell. Kurz erklärt: In Oberösterreich bekommen Familien für ein Kind, das nicht in einer Krabbelgruppe ist, 80 Euro im Monat. Beim Berndorfer Modell, welches zum Beispiel Marlene Svazek (FPÖ) bevorzugt, sollen Familien, die ihr Kind zu Hause betreuen, zumindest den Betrag der Differenz von Kinderbetreuungsgeld zur Mindestsicherung erhalten. Das sind je nach Dauer mehrere Hundert Euro im Monat, aufgeteilt auf Gemeinde, Land und Bund. Die familieninterne Betreuung steht auch im Salzburger Regierungsübereinkommen.
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