Seit Anfang Jänner gibt es keine Strompreisbremse der Bundesregierung mehr. Auch die Netzkosten, die jeder Kunde zu bezahlen hat, sind empfindlich gestiegen. Die tatsächlichen Strompreise sind seit den Rekordwerten von vor zwei bis drei Jahren dagegen erheblich gesunken.
Die Salzburg AG hat darauf Anfang November mit einem neuen Stromtarif reagiert. Denn aufgrund mehrerer Gerichtsurteile muss das Unternehmen seinen Kunden derzeit einen neuen Vertrag anbieten, auch wenn die Preise gesenkt werden. Im Gegenzug lässt die Salzburg AG den ältesten Tarif „Privat OK“ auslaufen.
Nur rund 3,5 Prozent aller Salzburg-AG-Kunden haben noch diesen Tarif, der mit einem Nettostrompreis von 27 Cent pro Kilowattstunde empfindlich teurer ist als im neuesten Tarif mit 16,9 Cent. Jetzt appelliert das Unternehmen an die verbleibenden rund 10.000 Kunden mit einem Altvertrag. Bereits siebenmal wurden die Betroffenen angeschrieben, aktuell läuft eine Anruf-Aktion bei säumigen Abnehmern. Im Extremfall droht den Kunden im Frühjahr eine Strom-Abschaltung.
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