Schulz kritisiert:

“Versäumnisse der EU bei Jugend-Arbeitslosigkeit”

Ausland
26.06.2013 07:29
Der Präsident des Europäischen Parlaments, Martin Schulz, hat den EU-Staaten schwere Versäumnisse beim Kampf gegen die Jugendarbeitslosigkeit im Süden des Kontinents vorgeworfen. Der SPD-Politiker forderte die EU-Regierungen in der "Süddeutschen Zeitung" am Mittwoch auf, im Haushaltsstreit mit dem Parlament einzulenken, um schnell sechs Milliarden Euro für Sofortmaßnahmen zugunsten der jungen Leute ausgeben zu können.

Bei zwei Spitzentreffen - am Donnerstag in Brüssel und kommende Woche in Berlin - seien wirksame Entscheidungen gefragt. Die EU-Kommission müsse umgehend beauftragt werden, länderspezifische Programme zum Kampf gegen Jugendarbeitslosigkeit aufzulegen.

Der SPD-Politiker beklagte eine "Entsolidarisierung" in der Europäischen Union. Für die Bankenrettung habe es 700 Milliarden Euro gegeben, für Arbeit suchende Jugendliche nur sechs Milliarden Euro - gegen ursprünglich großen Widerstand einiger Länder im europäischen Norden. 

Die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel und der französische Präsident Francois Hollande wollen kommende Woche in Berlin mit den Arbeitsministern der EU-Staaten sowie Vertretern der Kommission und des Europaparlaments über Wege aus der Jobkrise beraten.

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