Bewerbungsgespräch

Tipps für die optimale Selbstpräsentation

Wirtschaft
02.07.2013 10:33
Sie ist der klassische Einstieg in nahezu jedes Bewerbungsgespräch: die Selbstpräsentation. Als Instrument im Job-Interview erfüllt sie verschiedene Funktionen und ist Ihre Chance, sich von Anfang an perfekt zu präsentieren.

"Bitte erzählen Sie doch einmal etwas über sich – wer sind Sie, woher kommen Sie, was machen Sie gerade?" So oder so ähnlich hört sich der beliebteste Einstieg von Personalverantwortlichen in ein Bewerbungsgespräch an.

Damit soll Verschiedenes erreicht werden: Zum einen soll der Bewerber langsam in die Situation hineinfinden, indem er sich auf "sicherem" Terrain bewegt – seinem eigenen Leben und seinen Erfahrungen. Zum anderen wird getestet, ob der Bewerber die Angaben in seinem Lebenslauf authentisch wiedergibt oder Zweifel an der Richtigkeit der Angaben aufkommen lässt. Weiters sieht man in dieser Phase, wie gut sich jemand präsentiert, ob chronologische Abfolgen richtig wiedergegeben werden und ob jemand auf die wesentlichen Punkte fokussieren kann oder nur schwafelt. 

Für den Bewerber ist die Selbstpräsentation somit eine große Chance, ein positives, beeindruckendes Bild von sich selbst zu vermitteln. Und um diese Chance optimal zu nutzen, sollte man sich auf diesen Teil des Bewerbungsgesprächs vorbereiten. 

KISS-Formel
"Keep It Short and Simple" – "Halte es kurz und knapp", das ist das Motto für die Selbstpräsentation. Ausschweifende Erzählungen machen es dem Zuhörer schwer, dem Inhalt zu folgen und das Wesentliche herauszuhören. Auch wirkt man damit schnell arrogant und selbstverliebt sowie unfähig, sich auf die für das Gegenüber wichtigen Informationen zu konzentrieren. Als Zeithorizont sollte man sich drei bis fünf Minuten vornehmen. Im Rahmen eines Assessment-Centers können es auch fünf bis zehn Minuten sein. 

Aufbau
Beginnen Sie mit Ihrer aktuellen Position und den Hauptaufgaben, wobei Sie sich darauf konzentrieren sollten, aufzuzeigen, was davon Sie für den gegenständlichen Wunsch-Job qualifiziert. Haben Sie derzeit keinen Job, beginnen Sie mit Ihrer letzten Tätigkeit.

Dann skizzieren Sie kurz Ihren Werdegang, indem Sie die relevanten, Ihre Qualifikation betonenden Stationen erwähnen. Sie müssen jedoch nicht bis in die Volksschule zurückgehen – die höchste abgeschlossene Schulbildung bzw. Hochschulbildung genügt. Auch die Mitarbeit in sozialen oder karitativen Projekten sowie ehrenamtliche Tätigkeiten sollten erwähnt werden.

Achten Sie darauf, ein schlüssiges Bild Ihrer Entwicklung und Ihrer Entscheidungen zu skizzieren. Gerade wenn Sie schon mehrere Jobs hinter sich haben, sollten Sie begründen, was Sie dazu bewogen hat, immer wieder zu wechseln. Erklären Sie Ihre Entscheidungen und bringen Sie Ihre Charakterstärken zum Ausdruck. Schließen Sie die Selbstpräsentation damit ab, dass Sie Ihre Motivation für die berufliche Änderung darlegen und Ihre beruflichen Ziele schildern. 

Unangenehmes thematisieren
Stehen Sie auch zu den weniger schönen Seiten Ihres Lebenslaufs und begründen Sie diese: Waren Sie arbeitslos, erklären Sie warum und was Sie in dieser Zeit gemacht haben, um sich weiterzubilden, und wie Sie Ihre darauffolgende Stelle gefunden haben. Hatten Sie eine Stelle nur sehr kurz inne, sollten Sie auch dies begründen. Achten Sie jedoch darauf, dabei weder sich selbst noch den ehemaligen Arbeitgeber schlecht zu machen. Wenn Sie proaktiv auf Schwachpunkte Ihres Lebenslaufs zu sprechen kommen, zeugt das von Selbstbewusstsein und Aufrichtigkeit. 

Umgang mit Fragen
Üblicherweise wird der Interviewer sich während Ihrer Ausführungen Notizen machen. Lassen Sie sich dadurch nicht irritieren. Auch nicht von Fragen, die Ihnen währenddessen gestellt werden. Beantworten Sie diese ruhig und entspannt und warten Sie auf die Aufforderung des Interviewers, dass Sie mit Ihrer Selbstpräsentation weitermachen sollen.

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