Nach dem Einsturz am Nordportal laufen die Arbeiten im Tauern wieder auf Hochtouren. Und die Zeit drängt. Bis zu den Sommerferien muss die lange Röhre in Salzburg wieder für die Züge befahrbar sein. Sonst droht das totale Chaos in Richtung Süden.
Der Schock nach dem Einsturz bei der Sanierung beim Nordportal des Bahntunnels durch die Tauern Ende Dezember ist verdaut. Verletzt wurde damals glücklicherweise niemand. Ein Hohlraum im Berg hatte zum Einsturz geführt.
100 Kubikmeter Fels und Erde
Unmittelbar danach fingen die Räumungsarbeiten im Tunnel an. 100 Kubikmeter Fels und Erde – das entspricht ungefähr drei Schiffscontainern – wurden beseitigt. Der Fels wurde mit Ankern und Beton-Injektionen gesichert. Die Sanierung läuft mittlerweile wieder normal weiter.
ÖBB zeigt sich positiv
Jetzt wird versucht, den entstandenen Zeitrückstand aufzuholen, damit der Tunnel im Juli wieder in Betrieb gehen kann. „Wir werden gemeinsam mit den Baufirmen alles daran setzen, dass der geplante Termin hält“, merkt Robert Mosser (ÖBB) an.
Im Schichtbetrieb wird rund um die Uhr sieben Tage pro Woche gearbeitet. Der Zeitdruck ist groß. Mit den Sommerferien und dem damit verbundenen Reiseverkehr wird die wichtige Nord-Süd-Bahnverbindung dringend benötigt. Eine gute Nachricht gibt es von der Wetterfront: Ein Baustopp durch Lawinengefahr kann im Moment ausgeschlossen werden.
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