"Nun kommen die Einschläge immer näher, die Insolvenzen sind nicht zu ignorieren", sagte Mitterlehner am Donnerstag. Nun sei es notwendig, "alles was wir haben, zu mobilisieren".
Abwicklung der Alpine muss noch geklärt werden
Bei der Alpine könne man derzeit noch nicht sagen, was das Ende der Abwicklung und eine mögliche Auffanggesellschaft ergeben werde. Es würde dem Unternehmen aber nichts helfen, wenn er heute ein Paket für die Zukunft ankündigen würde, so Mitterlehner.
Erst die Gespräche mit dem Masseverwalter, der jetzt für den betriebswirtschaftlichen Teil verantwortlich sei, würden ergeben, inwiefern auch Zulieferbetriebe von der Pleite betroffen sein werden. In einem ersten Schritt werde es daher vor allem darum gehen, "was können andere Firmen übernehmen, wie kann die Auffanggesellschaft weitergeführt werden - und vor allem, was kann man tun, um den Zulieferbetrieben zu helfen".
Zweiter Schritt: Konjunkturbelebende Maßnahmen
In einem zweiten Schritt hält Mitterlehner dann generelle konjunkturbelebende und unterstützende Impulse für notwendig. Dabei werde es darum gehen, ob entsprechende - budgetäre - Umwidmungen gemacht werden können, damit die Märkte noch genauer und schneller erreicht werden können, etwa durch den Start entsprechender Branchenprogramme. "An dem arbeiten wir intensiv", sagte Mitterlehner.
Die Schwierigkeit bei den geplanten konjunkturbelebenden Maßnahmen liege aber darin, diese im Zusammenhang mit einem Konsolidierungsprogramm zu machen. "Denn jede überzogene Reaktion wird uns mit höheren Finanzierungskosten auf den Finanzmärkten auch vorgerechnet werden." Daher gehe es hier um eine balancierte Vorgangsweise.
Leitl: "Gesunder österreichischer Kern der Alpine"
Wirtschaftskammerpräsident Christoph Leitl betonte, er sehe beim insolventen Baukonzern einen "gesunden österreichischen Kern". Er sei zuversichtlich, dass sich in Österreich eine Lösung finden lassen werde, die den überwiegenden Teil der Betroffenen ihre Arbeitsplätze sichere. Durch die realistisch zu erwartende Fortführung könnte die Beschäftigungsproblematik entschärft werden. Für den Österreich-Teil gebe es derzeit "keine allzu schlechte Zukunftsperspektive".
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