Deutliches Minus

Adobes Software-Abos drücken Quartalsergebnis

Wirtschaft
19.06.2013 10:22
Der radikale Umbruch des Geschäftsmodells beim Software-Anbieter Adobe belastet die Zahlen des Photoshop-Entwicklers deutlich. In dem Ende Mai abgeschlossenen zweiten Geschäftsquartal schrumpfte der Umsatz im Jahresvergleich um gut zehn Prozent auf 1,01 Milliarden Dollar (760 Millionen Euro). Der Gewinn sackte um fast zwei Drittel auf 76,5 Millionen Dollar ab, wie das Unternehmen am Dienstag mitteilte.

Adobe riskiert gerade so etwas wie eine Operation am offenen Herzen: Die Kreativ-Programme wie Photoshop werden künftig nur noch im Abo-Modell statt als Verkaufsversionen weiterentwickelt. Damit will Adobe sich einen stabilen Erlösfluss ohne die bisherigen Schwankungen durch Produktzyklen sichern.

Der Umbau begann vor über einem Jahr mit dem Start der Abo-Versionen unter der Marke Creative Cloud. Zuletzt gewann der Wandel deutlich an Schwung: Die Zahl der Abo-Kunden stieg im vergangenen Quartal um 221.000 auf rund 700.000. 

Die Börsianer würdigten die Dynamik mit einem nachbörslichen Kursplus von gut vier Prozent. Adobe hatte bereits wiederholt gewarnt, dass die hohen Kosten in der Umbauphase zunächst einmal die Gewinne drücken werden. Bis Herbst 2015 will Adobe vier Millionen Abo-Kunden haben.

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