„Grausames Verbrechen“
Papst: Kindesmissbrauch „Plage der Gesellschaft“
Für Papst Franziskus ist Kindesmissbrauch eine „Plage der Gesellschaft“. Es handele sich dabei „um ein Verbrechen, um eine schwerwiegende Verletzung der Gebote Gottes“.
„Kein Kind darf missbraucht werden. Ein einziger Fall ist zu viel“, warnte Franziskus. Er beklagte, dass weltweit Hunderte Millionen Minderjährige zur Arbeit gezwungen werden, obwohl sie nicht das Mindestalter erreicht haben.
„Die Bekämpfung von Ausbeutung, insbesondere der Ausbeutung von Kindern, ist der wichtigste Weg, um eine bessere Zukunft für die ganze Gesellschaft zu schaffen.“
In unseren Gesellschaften gibt es leider viele Arten, auf die Kinder missbraucht und misshandelt werden. Kindesmissbrauch, welcher Art er auch sein mag, ist eine abscheuliche Tat, eine grausame Tat.
Papst Franziskus
Der Pontifex beklagte in seiner Katechese, die ganz den Problemen der Kindheit und Jugend gewidmet war, dass viele Minderjährige „Sklaven des Menschenhandels zum Zweck der Prostitution, der Pornografie und der Zwangsehen sind“.
„Die weitverbreitete Armut, das Fehlen sozialer Instrumente zur Unterstützung der Familien, die Marginalisierung, die in den letzten Jahren zugenommen hat, sowie die Erwerbslosigkeit und die unsicheren Arbeitsplätze sind Faktoren, die die Jüngsten am meisten belasten“, erklärte er.
„In den Großstädten, wo die soziale Kluft und der moralische Verfall am größten sind, gibt es Kinder, die im Drogenhandel und den verschiedensten illegalen Aktivitäten beschäftigt sind“, fügte er hinzu.
„Manche Kinder kommen mit Narben zurück“
Franziskus berichtete auch über den Fall eines Kindes in seiner Heimat Argentinien, das entführt wurde und seitdem verschwunden ist. „Vermutet wird, dass der Bub zur Entnahme von Organen getötet wurde. Manche Kinder kommen mit Narben zurück“, berichtete der Papst.

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