Das Netzwerk einer österreichweiten Drogenbande ist fast nicht zu durchschauen. Gegen 15 Hauptverdächtige wird nun ermittelt und auch der Kopf der Organisation konnte in Spanien gefasst werden. Ins Rollen brachte einen Teil der Ermittlungen ein 31-jähriger Ex-Anwaltsanwärter – der Teil der mafiösen Gruppe war. Und auch bereits verurteilt wurde.
Ein Jahr lang besserte sich ein schon damals ehemaliger Rechtsanwaltsanwärter aus der Steiermark seinen Lohn mit Suchtgifthandel auf. Dabei arbeitete er mit einer mafiösen Gruppierung zusammen, die europaweit agiert – und auch vor Gewalt nicht zurückschreckt.
Weitere Festnahme
Seit Oktober 2023 laufen die Ermittlungen der Landeskriminalämter Wien, Außenstelle Zentrum Ost und der Steiermark. Nacheinander konnten mittlerweile 15 Hauptverdächtige ausgeforscht werden. Erst am 10. Jänner konnte ein flüchtiger 23-jähriger Österreicher festgenommen werden. Der Vorwurf: Die Männer und auch Frauen sollen von September 2023 bis April 2024 kiloweise Drogen von Spanien nach Österreich eingeführt und schließlich an den Mann gebracht haben – vor allem im Raum Wien.
Teilbedingte Haft für Ex-Anwaltsanwärter
Doch auch in der Steiermark machte die mafiöse Gruppe Geschäfte. Zum Beispiel mit dem 33-jährigen Juristen, der zu dem Zeitpunkt bereits als selbstständiger Künstler tätig war. Die Staatsanwaltschaft Graz ermittelte und im Landesgericht Leoben wurde bereits im Oktober 2024 verhandelt: 14 Monate teilbedingte Haft lautete das Urteil. Vier davon musste der Steirer tatsächlich in Haft. Die saß er auch schon ab, bestätigte die Anklagebehörde.
Und auch weitere Beteiligte erhielten in Leoben schon ihr Urteil. Der Großteil der Causa ist jedoch noch bei der Staatsanwaltschaft Wien anhängig – genau wie auch die Ermittlungen gegen einen 30-jährigen Österreicher; den mutmaßlichen Kopf der Organisation. Der Mandant von Sascha Flatz konnte im Juni 2024 in Spanien festgenommen werden.
Kiloweise Suchtgift
Anklagen gegen die Hauptbeschuldigten werden aber wohl aufgrund des Umfangs noch auf sich warten lassen. Schließlich geht es zum jetzigen Zeitpunkt um 95 Kilogramm Cannabis, 511 Gramm MDMA, 237 Gramm Kokain, zweieinhalb Kilogramm Ketamin und zwei Faustfeuerwaffen …
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