Wer steckt dahinter?
Spionageverdacht: Drohnen über Bayern gesichtet
Unbekannte Drohnen haben kürzlich einen Militärflugplatz in Bayern überflogen – ein Vorfall, der Fragen aufwirft. Könnte es sich um Spionage im Zusammenhang mit dem Ukraine-Krieg handeln? Die Ermittler setzen nun auf Hinweise aus der Bevölkerung, um die Verantwortlichen der mysteriösen Drohnenflüge zu identifizieren.
Bis zu zehn Drohnen unbekannter Herkunft haben einen Militärflugplatz in Bayern überflogen. Die bayrischen Ermittlungsbehörden schließen einen Spionageakt im Zusammenhang mit dem russischen Angriffskrieg auf die Ukraine nicht aus.
Polizei bittet um Hinweise
Das Bayerische Landeskriminalamt (LKA) bittet nun um Zeugenhinweise, um die Verantwortlichen der Drohnenflüge zu ermitteln. Die Generalstaatsanwaltschaft München hat die Ermittlungen übernommen, da sie als Zentralstelle für die Bekämpfung von Extremismus und Terrorismus zuständig ist.
Laut LKA war die Polizei am Sonntagabend über den Drohnenflug in Manching bei Ingolstadt informiert worden. Vor Ort entdeckten die Beamten bis zu zehn Drohnen. Trotz der Anforderung eines Polizeihubschraubers konnten die Verantwortlichen der illegalen Überflüge nicht ausgemacht werden.
Mögliche Spionage über Militäranlagen
Bereits im Dezember waren Drohnenflüge über den militärischen Sicherheitsbereichen in Manching und Neuburg an der Donau gemeldet worden, ohne dass die Piloten identifiziert werden konnten. Es wird vermutet, dass die Drohnen Aufnahmen von den Militäranlagen machten.
In Manching ist die Wehrtechnische Dienststelle für Luftfahrzeuge und Luftfahrtgerät der Bundeswehr tätig, die Fluggeräte für die Luftwaffe testet. In Neuburg ist das Taktische Luftwaffengeschwader 74 stationiert, das mit Eurofightern rund um die Uhr den süddeutschen Luftraum überwacht.
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