Stärke 6,2 und 5,7
Schwere Erdbeben erschüttern Taiwan und die Philippinen
Die Erdstöße lösten Erdrutsche aus. Ein Bergsteiger wurde laut Taiwans Nationaler Feuerwehrbehörde von herabstürzendem Gestein erschlagen, zwei weitere Kletterer wurden schwer verletzt. Lokale Medien berichteten von zerstörten Autos, zersplittertem Fensterglas in Gebäuden und Gas-Lecks im Inselzentrum.
Bei dem Beben handelt es sich um das bisher stärkste des Jahres in Taiwan. Es ereignete sich nahe der Gegend, in der ein Erdbeben der Stärke 7,6 im Jahr 1999 mehr als 2.400 Menschen tötete. Die Insel liegt am sogenannten Pazifischen Feuerring, wo mehrere Erdplatten aneinandergrenzen. Verschiebungen dieser Platten entladen sich häufig mit Erdbeben und Vulkanausbrüchen. Entlang dieses Gürtels liegt etwa die Hälfte aller aktiven Vulkane weltweit.
Beben auch auf den Philippinen
Auf den Philippinen lag das Epizentrum des Bebens der Stärke 5,7 nach Angaben des Philippinischen Instituts für Vulkanologie und Seismologie zehn Kilometer westlich der Stadt Carmen in der Provinz Cotabato. Acht Kinder wurden laut der Polizei von fallenden Trümmern und Erdrutschen verletzt. Zudem beschädigten die Erdstöße vier Schulgebäude und eine Brücke in einem nahe gelegenen Dorf. Mehrere mittlere Nachbeben folgten rund um Carmen.
Aufgrund ihrer Lage, der Inselstaat liegt ebenfalls am Feuerring, sind die Philippinen der Gefahr mehrerer Naturkatastrophen ausgesetzt. Auf der Hauptinsel Luzon befindet sich der äußerst aktive Vulkan Mayon. Der Krater, der zuletzt 2009 ausbrach, zeigte jüngst Zeichen einer möglichen Eruption. Kraterglühen, ein erhöhter Gasausstoß sowie ein Steinfall wurden beobachtet.
"Gefahr von Steinfällen und Lawinen"
Das Institut erhöhte seine Alarmstufe von 0 auf 1. Dabei handle es sich um eine "Vorwarnung für die Öffentlichkeit", sagte der Institutsdirektor, Renato Solidum. Es bestehe die "ständige Gefahr von lebensbedrohlichen Steinfällen, Lawinen, Ascheauspuffungen oder Gasexplosionen". Solange der Krater glühe, sei ein Ausbruch nicht ausgeschlossen, sagte Solidum.
Anfang Mai waren fünf Bergsteiger bei einer Dampfgasexplosion des Vulkans gestorben. Sowohl Taiwan als auch die Philippinen befinden sich zudem im Einzugsgebiet von Taifunen, die Überschwemmungen und Schlammlawinen auslösen können.
Kronen Zeitung als bevorzugte Google-Quelle hinzufügen 






Da dieser Artikel älter als 18 Monate ist, ist zum jetzigen Zeitpunkt kein Kommentieren mehr möglich.
Wir laden Sie ein, bei einer aktuelleren themenrelevanten Story mitzudiskutieren: Themenübersicht.
Bei Fragen können Sie sich gern an das Community-Team per Mail an forum@krone.at wenden.