Punsch-Test, Teil 10

Ein Hauch von Nostalgie weht auf der Freyung

Wien
12.12.2024 15:25

Die Christkindlmärkte auf der Freyung und Am Hof blicken auf eine lange Tradition zurück, bieten traditionelles Kunsthandwerk und ein reichhaltiges Angebot an Hausmannskost. Wer sich hier einen Punsch gönnt, wird auf eine kleine Reise in die Vergangenheit eingeladen.

Der erste Weihnachtsmarkt hat im Jahr 1722 auf der Freyung stattgefunden – damals noch unter dem Namen „Nikolo-, Weihnachts- und Krippenmarkt“ bekannt. Die über 100 Stände wurden später um 1840 auf den Platz Am Hof verlegt, um Konflikten mit dem regulären Marktbetrieb auf der Freyung entgegenzuwirken. Märkte gab es in der Innenstadt aber schon seit dem Mittelalter. 

Besucher der Adventmärkte Am Hof und auf der Freyung dürfen sich auf eine kleine Reise in die ...
Besucher der Adventmärkte Am Hof und auf der Freyung dürfen sich auf eine kleine Reise in die Vergangenheit freuen.(Bild: Martina Münzer)

Holzspielzeug und Stoffe mit Blaudruck
Heute besticht der Altwiener Christkindlmarkt auf der Freyung mit Handwerkskunst, Holzspielzeug und fantasievollem Weihnachtsschmuck, mit viel Liebe zum Detail handgefertigt. Auch Ausgefallenes wird angeboten, wie etwa Stoffe mit traditionellem Blaudruck. Die Standler bieten zünftige Hausmannskost an. Bei den Punschkreationen zeigen sie sich einfallsreich. Alkoholische Heißgetränke werden schon um 5 Euro ausgeschenkt. Dazu zählen etwa Glühwein, Glühmost oder Apfelpunsch.

Wer es lieber ohne Alkohol mag, der bekommt einen Kinder- oder Autofahrerpunsch um 4 Euro, wobei Letzterer eine Mischung aus Traubensäften ist. Angenehm bei den Getränken ist: Sie sind weniger süß als auf anderen Märkten, die wir getestet haben. Der Einsatz fürs Häferl ist mit 5 Euro ein üblicher Preis.

Von Bratapfelpunsch bis Schilcherglühwein
Auch ein paar Meter weiter, Am Hof, duftet es nach traditioneller Vorweihnachtszeit. Allerdings kostet hier der Glühmost durchschnittlich 6 Euro, genauso wie etwa der Schilcherglühwein oder der Bratapfelpunsch. Bevor wir den Markt Am Hof verlassen, entdecken wir noch einen „Upcycling“-Stand. Eine nette Idee, um mit Accessoires zu überraschen, deren Grundmaterial vor der Entsorgung gerettet wurde.

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