Staunen über Messi

In diesem Spiel ging Argentinien mit 4:8 unter

Sport
12.07.2026 10:58
Porträt von Matthias Mödl
Porträt von Sophie Hartl
Von Matthias Mödl und Sophie Hartl

„Wenn Argentinien bei der WM ins Semifinale kommt, verliere ich mit meinen Argentiniern gerne“, lachte Teamchef Miguel Lindner nach dem 4:8 gegen Kolumbien am LAC-Platz. Der Argentinier ist Präsident des Wiener Fußball-Klubs FC Los Andes. Unter den Zuschauern war auch Gustavo Zlauvinen, Argentiniens Botschafter in Österreich. Er erzählte einen Fakt über Lionel Messi, über den nicht nur in seiner Heimat gestaunt wird.

Über Lionel Messi sagt der Diplomat im Allgemeinen: „Niemand kann Fußball so gut lesen wie dieses Genie. Messi betrachtet das Spiel aus ganz anderen Winkeln, sieht Züge wie im Schach voraus.“ Zlauvinen erzählt in diesem Zusammenhang: „Vor dem 3:2 gegen Ägypten stand er beim Ballgewinn im Mittelkreis. Der Verteidiger wollte zu Messi spielen. Aber er deutete ihm, dass er nach außen passen soll, weil da mehr Platz war. So fiel das Siegestor.“

Argentiniens Botschafter Gustavo Zlauvinen (Zweiter von rechts), Kolumbiens Botschafterin ...
Argentiniens Botschafter Gustavo Zlauvinen (Zweiter von rechts), Kolumbiens Botschafterin Marcela Tovar Thomas, Kolumbiens Teamchef Jose (ganz links) und Argentiniens Teamchef Miguel (ganz rechts).(Bild: Matthias Mödl)

„Das ist nicht normal“
Eines hob der Botschafter besonders hervor: „2022 bei der WM in Katar war Messis Höchstgeschwindigkeit 28 km/h, jetzt wurden bei ihm 30,1 km/h gemessen. Es ist nicht normal, dass du im Alter schneller wirst. Um das zu erreichen, musst du alles danach ausrichten. Das ist sensationell und zeigt, wie hart und professionell er arbeitet.“

2025 traf Miguel Lindner, Präsident des Wiener Fußballklubs FC Los Andes, in Buenos Aires den ...
2025 traf Miguel Lindner, Präsident des Wiener Fußballklubs FC Los Andes, in Buenos Aires den Schweizer Teamchef Murat Yakin.(Bild: Miguel Lindner)

Yakin getroffen
Miguel Lindner, argentinischer Präsident des Wiener Fußballklubs FC Los Andes (größter Latino-Verein in Österreich), nickt: „Messi hat einen unglaublichen Willen, ist auch im Kopf der Beste.“ Der frühere Regionalliga-Torhüter, der wie der aktuelle Teamspieler Nico Gonzalez aus Belén de Escobar stammt, traf 2025 in Buenos Aires den Schweizer Teamchef Murat Yakin: „Er beobachtete damals Lucas Blondel von den Boca Juniors, der auch die Schweizer Staatsbürgerschaft hat.“

Die in Wien lebenden Kolumbianer gewannen gegen Argentinien mit 8:4.
Die in Wien lebenden Kolumbianer gewannen gegen Argentinien mit 8:4.(Bild: Matthias Mödl)

Sieben Messis und ein Maradona
Im Spiel gegen Kolumbien hatte Lindner in seinem Team am LAC-Platz sieben Spieler mit Messi-Trikots. Er selbst spielte in einem Maradona-Dress erst als Torhüter und dann draußen als zweifacher Torschütze. Am Ende gab es zwar eine 4:8-Niederlage, aber das Ergebnis war zweitrangig: „Wir hatten alle unseren Spaß, es war ein Fest für die argentinische und kolumbianische Community in Wien und wir haben dazu Geld für ein Schulprojekt in Kolumbien gesammelt.“

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