In der Politik braucht man Fortune. Also jenes Quäntchen Glück, das einem zufliegt und ohne das es keine Erfolge gibt.
Vielleicht hat die künftige Regierung mit ÖVP, SPÖ und Neos ein günstiges Zeitfenster erwischt und kann auf Fortune hoffen.
Dazu stelle man sich vor, dass nach Assads Sturz aus Syrien ein Land wird, in dem sich leben lässt und Flüchtlinge heimkehren, um am Aufbau der Wirtschaft und Demokratie mitzuarbeiten.
Der Migrationsdruck auf Europa könnte nachlassen. Damit wären nicht alle Probleme von heute auf morgen gelöst, aber in den nächsten Monaten käme eine bessere Stimmung auf.
Wenn dann im kommenden Jahr auch Putins Krieg gegen die Ukraine zum Erliegen käme und mit dem Wiederaufbau begonnen werden kann, könnte das Europas Wirtschaft einen gewaltigen Schub geben.
Das ist jetzt natürlich alles etwas holzschnittartig, sehr optimistisch und verkürzt beschrieben. Aber manchmal läuft es einfacher als erwartet. Sowieso ließe sich die nahe Zukunft auch in den schwärzesten Farben malen. Man könnte es weiter den radikalen Populisten überlassen, die schlechte Stimmung zu bewirtschaften, um daraus Kapital bei Wahlen zu schlagen. Besser wird davon allerdings nichts.
Daher könnte man etwas für österreichische Verhältnisse ganz Neues probieren. Nämlich einmal die positiven Möglichkeiten zu sehen. Fortune alleine wird der künftigen Regierung ohnehin nicht helfen. Sie muss die Chancen schon selbst beim Schopf packen.
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