Polizei deckt auf

Steuerbetrug: Verschwörer verkauften Vereine

Österreich
08.12.2024 13:17
Porträt von krone.at
Von krone.at

Zwei Verdächtige sollen Hunderten von Personen angeblich gemeinnützige Vereine aus dem Kultur- und Handwerksbereich verkauft haben, um Steuerzahlungen zu umgehen. Laut Finanzministerium könnten viele Käufer, teils aus Verschwörungsbewegungen, den Erwerb bewusst getätigt haben.

Die Steuerfahndung im Amt für Betrugsbekämpfung hat in Österreich einen schwerwiegenden Fall von Steuerhinterziehung aufgedeckt. Nach aufwendigen Ermittlungen schlug die Steuerfahndung Anfang November zeitgleich mit sieben Hausdurchsuchungen in Wien, Graz, Salzburg und Oberösterreich zu.

Schulungen für Steuerhinterziehung angeboten
Als Hauptverdächtige gelten ein 40-Jähriger und ein 51-Jähriger. Sie werden laut dem Ministerium verdächtigt, seit 2019 durch die Gründung und den anschließenden Verkauf von Hunderten Vereinen „eine lukrative Einnahmequelle aufgebaut zu haben“.

Vor den Vereinsverkäufen sollen sogenannte Schulungen stattgefunden haben, die den Käufern zeigten, wie sie mit den Vereinen Steuern umgehen können. „Die Einnahmen aus den Verkäufen und Schulungen wurden entweder nicht ordnungsgemäß erklärt oder in verschiedenen Vereinen als ‘steuerfrei‘ deklariert“, so das Finanzministerium.

Zitat Icon

Dieser Erfolg der Steuerfahndung zeigt, dass wir entschlossen gegen Steuerbetrug vorgehen. Solche Machenschaften schaden der Gesellschaft und benachteiligen ehrliche Steuerzahlerinnen und Steuerzahler. Der Schutz von Rechtsstaat und finanzieller Fairness bleibt oberste Priorität.

Finanzminister Gunter Mayr

100.000 Euro und Luxusuhren beschlagnahmt
Bei den Hausdurchsuchungen wurden 100.000 Euro Bargeld, Luxusuhren und muskelaufbauende Medikamente aus China gefunden. Letztere übergab man für weitere Ermittlungen an den Zoll.

Finanzminister Gunter Mayr betonte: „Dieser Erfolg der Steuerfahndung zeigt, dass wir entschlossen gegen Steuerbetrug vorgehen. Solche Machenschaften schaden der Gesellschaft und benachteiligen ehrliche Steuerzahlerinnen und Steuerzahler. Der Schutz von Rechtsstaat und finanzieller Fairness bleibt oberste Priorität.“

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