25 Cent ab Jänner

Getränkehersteller rechnen mit Pfand-Frust

Oberösterreich
05.12.2024 14:00

25 Cent pro Stück – so viel Pfand wird ab Jänner 2025 fällig, wenn man in Österreich eine Einweggetränkeflasche oder -dose kauft. Ob die Veränderung Auswirkungen auf die Kauflaune haben wird? Vöslauer und auch die Starzinger-Gruppe befürchten zu Beginn definitiv einen Pfand-Frust.

Bis zum Jahr 2030 will Vöslauer-Boss Herbert Schlossnikl den Mehrweganteil von 20 auf 40 Prozent verdoppeln. Er hofft auf einen zusätzlichen Schub durch das geplante Einwegpfand und will Mehrwegplastik und Glas zusätzlich forcieren.

Ab Jänner kommt es in Österreich ja zu einer Umstellung: Für Einweggetränkeflaschen und -dosen werden jeweils 25 Cent Pfand fällig. Schlossnikl rechnet damit, dass ab April die meisten Gebinde im Supermarktregal Pfandflaschen sein werden.

„Leute werden grantig sein“
Die Einführung des Einwegpfands verlangt auch den Konsumenten etwas ab. „Die Leute werden grantig sein“, sagt Marketing-Chefin Yvonne Haider-Lenz. „Für den Produktverkauf kann das nicht förderlich sein“, befürchtet auch Patrick Moser, Geschäftsführer der Starzinger-Gruppe. Moser spricht von „mannigfaltigen Auswirkungen“: So kommt es etwa zu einem erhöhten Abstimmungsaufwand zwischen Handel und Herstellern, dazu müssen alte Etiketten noch rechtzeitig auf den Markt gebracht werden, ehe die Umstellung kommt.

Nachdem Konsumenten jahrelang gelernt haben, ihre Kunststoffflaschen und Aluminiumdosen zusammenzudrücken und dann zu entsorgen, müssen sie diese jetzt unversehrt bei den Pfandautomaten zurückgeben. Das ist eine gewaltige Umstellung, die sich dem Trend, immer bequemer und unkomplizierter zu konsumieren, entgegen stellt. „Convenience gewinnt immer“, so Moser.

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