Im ersten Halbjahr 2026 stieg die Zahl der Auto-Neuanmeldungen deutlich an. Das Niveau von vor Corona ist aber noch nicht wieder erreicht. Dennoch wurden zwischen Jänner und Ende Juni einige Rekorde geknackt: Es wurden so viele vollelektrische und Benzin-Hybrid-betriebene Autos angemeldet wie nie zuvor.
In den Monaten von Jänner bis Juni wurden in Oberösterreich 25.787 Autos neu zugelassen. Das sind um genau 3005 Pkw mehr als im gleichen Zeitraum des Vorjahres und um fast 7500 mehr als im Corona-Jahr 2020. Damit kommt das Autoland Oberösterreich den Zulassungszahlen von vor der Pandemie näher: 2019 waren es 28.399 Autos.
Einige Rekorde geknackt
Bezüglich der Antriebe der neu zugelassenen Autos gibt es einige Rekorde. Sowohl vollelektrische (7719) als auch Benzin-Hybrid-betriebene (9368) Fahrzeuge wurden im ersten Halbjahr 2026 mehr angemeldet als je zuvor. Ganz anders sieht es hingegen bei den reinen Verbrennern aus: Zwischen Jänner und Ende Juni wurden nur 2329 Dieselautos und 5361 Benziner registriert – so wenige wie noch nie. In nicht wenigen Fällen ist das dem Umweltbewusstsein der Kunden geschuldet. Viele nutzen auch die Möglichkeit, ihre Autos quasi gratis mit dem eigenen Solarstrom zu tanken.
Kaum reine Verbrenner mehr
Der Großteil der Kunden hat schlicht keine Wahl: „Wir können auch dem fanatischsten Dieselfahrer keinen Dieselwagen mehr verkaufen, weil wir einfach fast keine mehr im Sortiment haben. Meistens kann man nur mehr zwischen Hybrid oder vollelektrischem Antrieb entscheiden“, weiß Siegfried Feizlmayr, Standortleiter der Sonnleitner-Autohäuser in Linz-Urfahr und Leonding. Das liegt an den CO2-Flottengrenzwerten der EU. Diese schreiben vor, dass Hersteller den durchschnittlichen Kohlenstoffdioxid-Ausstoß ihrer Neuwagen senken müssen – sonst drohen Strafen.
Wenig Unterschied
Für den Händler macht der Antrieb keinen Unterschied: Stromer brauchen weniger Service, dafür die Mechaniker Weiterbildungen, Spezialwerkzeug und Arbeitsbereiche. Die Stundensätze wachsen, die Spannen bleiben gleich.
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