Ex-Bundesgeschäftsführer Max Lercher soll die steirischen Sozialdemokraten nach der Wahlschlappe in die Opposition führen. Der Murtaler soll eine Doppelspitze mit Klubobmann Hannes Schwarz bilden.
Nach Tagen der Schockstarre kann es jetzt also doch ganz schnell gehen. Für 13 Uhr wurde am Donnerstag der Landesparteivorstand der SPÖ einbestellt und da sollen die Weichen für ein neues Zeitalter in der steirischen Sozialdemokratie gestellt werden.
Die Roten auf der Oppositionsbank
Erstmals überhaupt werden die Roten nämlich auf der ziemlich harten Oppositionsbank im Landtag Platz nehmen müssen. Anton Lang wird da nicht mehr dabei sein.
Die Frage nach seiner Nachfolge ließ die Drähte im roten Machtapparat in den letzten Tagen regelrecht glühen. „Krone“-Infos zufolge soll die Entscheidung nun gefallen sein: Max Lercher soll die SPÖ in der Opposition anführen. Der Murauer wurde zuletzt von vielen Genossen regelrecht bestürmt, die Verantwortung zu übernehmen.
Dem nur selten um ein Wort verlegenen 38-Jährigen traut man es am ehesten zu, die einst so stolzen Sozialdemokraten wieder aufzurichten. Turnaus Bürgermeister Stefan Hofer gilt vielen als zu brav und blass, Noch-Landesrätin Doris Kampus als zu links, was einfach nicht dem Zeitgeist entspricht, wie ein Blick auf die letzten Wahlausgänge beweist.
Lercher und Schwarz als Doppelspitze
Auch Lang rührte hinter den Kulissen eifrig die Werbetrommel für Lercher. Letztlich konnte er auch den Bundesparteichef Andreas Babler zugetanen linken Flügel der Partei überzeugen, oder ausbremsen – je nach Standpunkt. Wie die „Krone“ schon berichtete, läuft nun alles auf eine Doppelspitze hinaus. Lercher als Parteichef und Hannes Schwarz als Klubobmann.
Da dieser Artikel älter als 18 Monate ist, ist zum jetzigen Zeitpunkt kein Kommentieren mehr möglich.
Wir laden Sie ein, bei einer aktuelleren themenrelevanten Story mitzudiskutieren: Themenübersicht.
Bei Fragen können Sie sich gern an das Community-Team per Mail an forum@krone.at wenden.