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Pläne für Pistole aus 3D-Drucker finden gewaltigen Anklang

Web
10.05.2013 12:15
Dass sich künftig womöglich jeder zuhause mittels 3D-Drucker seine eigene Pistole drucken kann, dürfte offenbar selbst für die ansonsten so waffenliberalen US-Behörden zu viel des Guten gewesen sein: Drei Tage nach der Veröffentlichung entsprechender Blaupausen durch das umstrittene Start-up Defense Distributed im Internet untersagten sie am Donnerstag bis auf Weiteres die Verbreitung der Druckanleitung. Doch die Pläne kursieren längst im Internet.

Wie die "New York Daily News" berichtet, wurden die Pläne zur Herstellung der "Liberator" (Befreier) getauften Pistole mittels 3D-Druckverfahren seit deren Veröffentlichung am Montag mehr als 100.000 Mal heruntergeladen. Als das dem US-Außenministerium unterstellte Department of Defense Trade Controls dem Ganzen am Donnerstag ein Ende setzte und Defense Distributed die Veröffentlichung der Blaupausen untersagte, war es demnach bereits zu spät: Die Druckvorlagen kursieren längst im Internet.

Auch Defense Distributed wird der Entschluss der US-Behörde langfristig wohl nicht davon abhalten, die Pläne online zu verbreiten. Das Department of Defense Trade Controls argumentierte die Entfernung der Pläne von der Website defcad.org damit, dass die Server der Seite in Neuseeland stehen, was quasi einem Verstoß gegen das Waffenexportgesetz gleichkomme. Den Waffennarren rund um den 25-jährigen Jus-Studenten Cody Wilson dürfte es allerdings nicht schwerfallen, die Server in die USA zu verlagern.

Denn dort ist der Druck der Waffen völlig legal. Erst, wenn die selbst hergestellten Waffen auch verkauft werden sollen, wird eine entsprechende Erlaubnis von der zuständigen Aufsichtsbehörde für Alkohol, Tabak, Schusswaffen und Feuerwerk benötigt – und eine solche bekam Wilson offiziell erteilt. Kritiker fürchten daher nun, dass mit der zunehmenden Verbreitung von 3D-Druckern und einer damit einhergehenden Kostensenkung künftig verstärkt Verbrecher, Terroristen oder aber auch Kinder leichter an Schusswaffen gelangen könnten.

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