Etwa ein Drittel aller vom Menschen verursachten Treibhausgasemissionen steht im Zusammenhang mit Lebensmitteln. Den Großteil der landwirtschaftlichen Treibhausgasemissionen machen tierische Lebensmittel aus. Pflanzliche haben eine viel geringere Umweltbelastung.
Umso wichtiger ist es, dass die allgemeinen Ernährungsempfehlungen neben dem Gesundheits- auch den Klimaaspekt berücksichtigen und der Fokus auf eine Ernährung reich an pflanzlichen Lebensmitteln gelegt wird. Auch die österreichischen lebensmittelbasierten Ernährungsempfehlungen wurden kürzlich in diese Richtung überarbeitet.
Derzeit liegen die Empfehlungen als Häufigkeits- und Mengenangaben für Lebensmittelgruppen vor, die neue Ernährungspyramide soll demnächst vorgestellt werden. Wichtigste Bestandteile einer gesunden und nachhaltigen Ernährung bleiben Trinkwasser (sechs Portionen/Tag), Gemüse und Obst (fünf Portionen/Tag) sowie Getreide und Kartoffeln (vier Portionen/Tag). Eine wesentliche Neuerung ist, dass Hülsenfrüchte und daraus hergestellte Produkte erstmals eine eigene Kategorie bilden. Experten empfehlen drei Portionen pro Woche. Fleischprodukte und Fisch sollten insgesamt nur drei Mal pro Woche in kleiner Portion am Teller landen.
Erstmals gibt es eine Ernährungspyramide für vegetarische Ernährung: je eine Portion mehr von Hülsenfrüchten, Getreideprodukten und Kartoffeln, Milch sowie Eiern. Ein Tellermodell veranschaulicht die optimale Zusammenstellung einer Mahlzeit. So besteht die Hälfte eines „gesunden und nachhaltigen Tellers“ aus Gemüse und Obst, ein Viertel aus Vollkorngetreide und Kartoffeln, ein Viertel zeigt die (vor allem pflanzlichen) Proteinbeilagen.
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