Die Stadtwerke Klagenfurt haben den Pachtvertrag gekündigt. Zuvor war dem Pächter eine Sanierung zugesagt worden.
Verärgert ist Campingplatzbetreiber Thomas Freund, der seit 15 Jahren die Anlage neben dem Strandbad Klagenfurt führt und seither rund eine Million Nächtigungen verbuchen konnte. „Die Stadtwerke haben den Pachtvertrag gekündigt.“
Ausgelöst wurden die Probleme durch die Überschwemmungen im Vorjahr. „Da stand das Fäkalwasser im Strandbad, auch das Campinghaus wurde in Mitleidenschaft gezogen. Die Stadtwerke sicherten danach zu, ab Herbst alles zu erneuern“, so Freund.
Doch nichts passierte. „Heuer haben wir in Containern gelebt. Die Stadtwerke baten mich, dass ich früher aufhöre, weil das Haus dann für den Umbau abgerissen werden sollte.“ Aber am 9. September kam dann die Info, dass auch heuer nichts passiere.
Die Stadtwerke kündigten den Pachtvertrag. Zwei Jahre haben sie nach dem Fäkalwasser-Schaden nichts gemacht.

Thomas Freund, Strandbad-Campingbetreiber
Bild: Freund
„Ich war als Pächter auch nie in die Umbaupläne eingeweiht. Jetzt kam die Kündigung. Offenbar wollen die Stadtwerke eine höhere Pacht herausholen. Ich kann laut Vertrag aber ein Jahr länger bleiben.“ Online-Buchungen soll es aufgrund der ungewissen Zukunft jedoch nicht mehr geben.
„Es gibt eine Neuausschreibung, weil wir die Campinganlage zukunftsfit machen. Viel Geld wird investiert. Darum mussten wir auch kündigen“, so Gerald Florian von den Stadtwerken.
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