In dem Troika-Bericht heißt es außerdem, Zypern habe sich mit Russland auf Erleichterungen bei einem russischen Kredit von 2,5 Milliarden Euro aus dem Jahr 2011 geeinigt. Demnach soll die Laufzeit des Darlehens um zwei Jahre bis 2018 verlängert werden und der Zinssatz von 4,5 auf 2,5 Prozent sinken.
Steuererhöhungen und Ausgabenkürzungen als Kriterium
Um den Weg für die erste Hilfstranche freizumachen, musste Zypern eine Reihe von Sofortmaßnahmen umsetzen. Unter anderem wurde der Körperschaftsteuersatz um 2,5 Punkte auf 12,5 Prozent erhöht. Der Steuersatz auf Zinserträge wurde auf 30 Prozent angehoben. Zudem ist die Bankenabgabe auf Einlagen von 0,11 auf 0,15 Prozent gestiegen, und die Ausgaben für die Wohnungsförderung wurden um mindestens 36 Millionen Euro verringert. Außerdem fallen die Bezüge im öffentlichen Dienst geringer aus.
Zypern ist - nach Griechenland, Irland, Portugal und Spanien - das fünfte Euro-Land, das in der seit 2010 anhaltenden Schuldenkrise internationale Hilfe bekommt. Beantragt wurde die Zypern-Hilfe bereits im Sommer 2012. Damals hatte Nikosia den Bedarf mit gut 17 Milliarden Euro beziffert. Wegen eines jähen Absturzes der eigenen Wirtschaft und des zusätzlichen Geldbedarfs zur Rettung des maroden Bankensektors erhöhte sich diese Summe jedoch auf 23 Milliarden Euro - einen erheblichen Teil davon muss der Inselstaat selber aufbringen.
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