Bankgeheimnis

Grüne: Regierung soll Schweiz-Deal kündigen

Wirtschaft
01.05.2013 10:34
In der Debatte um das österreichische Bankgeheimnis torpedieren die Grünen die Steuerabkommen mit der Schweiz und Liechtenstein. Diese würden Steuersünder - etwa heimische Versionen des FC-Bayern-Präsidenten Uli Hoeneß - schützen, kritisiert Grünen-Finanzsprecher Werner Kogler (Bildmitte).

"Jetzt gibt es eine historische Chance, die Sache scharf anzugehen, dann bekommt man auch mehr heraus", so Werner Kogler im Gespräch mit der "Krone". Der grüne Finanzsprecher kritisiert, dass Österreich die Steuerabkommen mit der Schweiz und Liechtenstein aufrechterhalten will. Damit schütze die österreichische Finanz Steuerhinterzieher, diese könnten sich mit einer Abschlagszahlung reinwaschen.

Kogler fordert einen Neustart für eine saubere Finanz. Er verlangt möglichst schnelle Verhandlungen mit der EU über einen Datenaustausch. Und für die Schweiz und Liechtenstein sollten, so Kogler, dann dieselben Regeln wie für andere Länder gelten. Der grüne Finanzsprecher meint: "Es gibt gar nicht so wenig 'Uli Hoeneße' bei uns, und es geht dabei um große Beträge."

Finanzministerium: Abkommen bringt jährlich rund 70 Mio. €
Das österreichische Finanzministerium erwartet sich aus dem Steuerabkommen mit der Schweiz rund eine Milliarde Euro im Jahr 2013 und aus dem Abkommen mit Liechtenstein rund 500 Millionen Euro im Jahr 2014. Jährlich sollen dann 50 Millionen Euro aus der Schweiz und 20 Millionen Euro aus Liechtenstein fließen.

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