Die Klimakonferenz, diesmal in Baku, ist jährlich ein globales Großereignis. Begleitet von großen Hoffnungen, Debatten und Versprechungen.
EINERSEITS stellt sie eine Plattform dar, auf der Vertreter nahezu aller Länder eine der größten Krisen unserer Zeit debattieren. Noch nie war das diesbezügliche Problembewusstsein weltweit so groß, noch nie waren auch die technologischen und wissenschaftlichen Möglichkeiten, das Problem zu lösen, so groß. Solche Konferenzen können zu verbindlichen Abkommen führen, wie etwa zum Pariser Klimaabkommen, das trotz vieler Schwächen ein Meilenstein bei der Bekämpfung der Klimakrise war.
ANDERERSEITS haben die Kritiker zu Recht den Eindruck, dass derlei Gipfel mehr Symbolpolitik als wirklichen Wandel zeitigen. Während die Delegierten bedeutsame Reden halten, steigen die Emissionen weltweit weiter und wichtige Klimaziele rücken ihn in immer weitere Ferne. Die Realität zeigt, dass selbst Länder, die sich zu ehrgeizigen Zielen bekennen, oft an deren Umsetzung scheitern. Und solche, die keinerlei Anstrengungen machen, profitieren vom zögerlichen Tempo.
Die Entwicklungsländer fordern mehr Unterstützung, während die Industriestaaten ihre wirtschaftlichen Interessen im Auge haben. Ob es sich die Staatengemeinschaft leisten kann, dass Baku ohne Ergebnis zu Ende geht, ist wohl höchst fraglich. Statt Worten müssten nur endlich Taten folgen.
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