Situation "eskaliert"

China: 21 Tote bei ‘Hausdurchsuchung’

Ausland
24.04.2013 15:36
Bei Zusammenstößen zwischen Uiguren und der Polizei sind in der nordwestchinesischen Unruheregion Xinjiang nach amtlichen Angaben 21 Menschen getötet worden. Laut Regierungsangaben wollten Behördenvertreter bei einer Hausdurchsuchung gegen "Terroristen" vorgehen. Exiluiguren berichteten dagegen, die Kämpfe seien ausgebrochen, nachdem am Dienstag ein Mann in der Region Bachu erschossen worden war.

Die staatliche Version der Ereignisse klingt dabei jedenfalls so: Drei Behördenvertreter hätten am Dienstag ein Haus durchsuchen wollen. Die Situation sei dabei aber eskaliert. "Terroristen" hätten die Polizisten und Behördenvertreter mit Äxten und Messern angegriffen, sagte eine Sprecherin der Provinzregierung der Nachrichtenagentur dpa. Danach sollen die Angreifer ein Haus in Brand gesteckt haben. Dabei seien 15 Behördenvertreter und Polizisten umgebracht worden. Auch sechs Angreifer seien getötet und acht verhaftet worden.

Uiguren widersprechen offiziellem Bericht
Der Sprecher des in Deutschland ansässigen Weltkongresses der Uiguren, Dilxat Raxit, sagte dagegen, der Konflikt sei ausgebrochen, als ein junger Uigure an einem Checkpoint erschossen worden war. "China kann nach Belieben das Feuer auf Uiguren eröffnen, um den Widerstand zu unterdrücken."

In der Provinz Xinjiang kommt es immer wieder zu Konflikten zwischen muslimischen Uiguren und Chinesen. 2009 waren ethnische Spannungen in Xinjiang eskaliert. Bei Unruhen kamen damals mehr als 200 Menschen ums Leben. China hatte sich das ehemalige Ostturkestan nach der Gründung der Volksrepublik 1949 einverleibt.

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