Kontakte knüpfen

So bauen Sie Ihr berufliches Netzwerk auf

Wirtschaft
30.04.2013 12:53
Ein gutes Netzwerk kann wirklich viel wert sein – sei es bei der Jobsuche, als Informationsquelle, für Auftragsvergaben oder einfach im täglichen Berufsalltag. Wer gut vernetzt ist, steigert seinen eigenen Marktwert enorm. Aber wie kommt man zu einem Netzwerk?

Ein gutes Netzwerk zu haben, ist das Ergebnis von einigem Geschick und vor allem von einigem Aufwand. Denn um ein Netzwerk zu haben, muss man sich eines Grundsatzes bewusst sein: Das Leben besteht aus Geben und Nehmen. Und nur wer beides berücksichtigt, kann auch ein gutes Netzwerk aufbauen. Weiters gilt es nicht nur, ein Netzwerk zu schaffen, sondern es auch zu behalten. Und da steckt eine ganze Menge Arbeit dahinter. 

Wie baue ich mein Netzwerk auf?
Ihr primäres Netzwerk besteht aus Ihrem näheren Umfeld. Sie haben Familie, Freunde, Arbeitskollegen – Menschen, mit denen Sie regelmäßig in Kontakt sind. Dann gibt es noch ein sekundäres Netzwerk, mit dem Sie unregelmäßig und oberflächlich in Kontakt sind: ehemalige Arbeits- und Schulkollegen, Hobbypartner, Ihr Mechaniker, Ihr Friseur etc. Zu diesen Menschen besteht kein regelmäßiger Kontakt. Um sie in Ihr Netzwerk mit einzubeziehen, ist es wichtig, alle Gelegenheiten zu nützen, um mit ihnen in Kontakt zu bleiben. Und dann gibt es noch eine Gruppe, eine ganz besonders große Gruppe, eine wirklich sehr große und sehr wichtige Gruppe: die Gruppe der Ihnen unbekannten Menschen. 

Wie lerne ich Menschen kennen?
Es gibt jede Menge Gelegenheiten, um mit Menschen in Kontakt zu treten, die Ihnen bislang unbekannt waren. Speziell im beruflichen Kontext bieten sich Veranstaltungen, Messen, Abendevents etc. an. Dort können Sie am besten alleine hingehen. Denn gerade im ungezwungenen Business-Kontext ist es sehr leicht, miteinander ins Gespräch zu kommen. 

Nach einem Vortrag ist es besonders einfach, ein Gesprächsthema zu finden. Dasselbe gilt für Messen. Im Zuge der Konversation kommt das Gespräch unweigerlich auf Ihre beruflichen Tätigkeiten. Und schon werden Visitenkarten ausgetauscht und Ihr Gesprächspartner ist in Ihrem Kontaktpool gelandet. Um den Kontakt zu festigen, können Sie sich bei Ihrem Gesprächspartner nach ähnlichen Veranstaltungen umhören. Und vielleicht sieht man sich ja zufällig bei nächster Gelegenheit wieder?

Hegen und pflegen
Je intensiver Sie Ihre Kontakte pflegen, desto besser. Denn nur durch regelmäßigen Kontakt bleibt Ihr Netzwerk am Leben. Das ist durch die sozialen Netzwerke heute bereits relativ einfach geworden. Facebook sollte jedoch eher im privaten Bereich verwendet werden, für den beruflichen Bereich ist XING eine sehr gut geeignete Plattform für professionelles Kontaktmanagement.

Als Faustregel gilt jedenfalls, dass Sie Ihr Netzwerk zuerst pflegen sollten und dann erst nutzen. Niemals beim ersten Gespräch schon um einen Gefallen bitten oder Ihren Nutzenbedarf offen zeigen. Dabei zieht sich das Gegenüber schnell zurück, da das Gefühl auftaucht, man würde ausgenutzt werden.

Das ist speziell in Zusammenhang mit Social Networks wichtig: Kalte Kontakte, die Sie zufällig finden, mit denen Sie im echten Leben aber keine Anknüpfungspunkte haben, sind wertlos. Mit den für Sie wichtigen Personen sollten Sie immer wieder auch Kontakt im echten Leben suchen: auf ein Mittagessen, einen Kaffee etc. Denn nur so festigt sich der Kontakt und man ist einander gegenseitig vonnutzen. 

Dem Gegenüber einen Nutzen vermitteln
Nutzenkommunikation ist generell ein sehr wichtiges Thema beim Aufbau eines Netzwerks: Sie müssen Ihrem Gegenüber immer auch einen Nutzen vermitteln, den ihm euer Gespräch bringt. Und sei es nur, dass Sie ein guter Ratgeber sind oder hervorragende berufliche Qualifikationen besitzen. Oder eben ein ausgezeichnetes Netzwerk haben.

Wenn man sich regelmäßig sieht, fällt es auch leichter, einen konkreten Nutzen geltend zu machen. Das ist besonders dann wichtig, wenn Sie auf Jobsuche sind oder Ihrer Karriere frischen Wind verpassen möchten. 

Und ein gutes Netzwerk wird Sie sehr beliebt machen, da Sie eine vermittelnde Position haben. Jemand sucht ein neues Auto – und Sie kennen zufällig einen Händler, der Spezialkonditionen anbietet. Oder Sie empfehlen Ihren Friseur weiter. Oder einen ausgezeichneten Arzt. Oder ein Unternehmen, das gerade Mitarbeiter sucht. Oder ...

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