Österreich war am Montag mit 34 Ankünften und 34 Abflügen betroffen. Bei der AUA sei aber "alles wie geplant gelaufen", so eine Sprecherin. Die Airline setzte - wie bereits am Sonntag angekündigt - größere Flugzeuge ein, um einen Teil der Lufthansa-Passagiere mitübernehmen zu können.
Vor allem Deutschland- und Europa-Flüge betroffen
Von insgesamt 1.720 geplanten Lufthansa-Verbindungen starteten nur etwas mehr als 30. Besonders betroffen waren die Deutschland- und Europa-Verbindungen. Für Dienstag rechnet Europas größte Fluggesellschaft jedoch wieder mit einem weitgehend normalen Flugbetrieb. Der Einsatz der Frühschicht an den deutschen Stationen sei gesichert. Vereinzelt könne es aber noch zu Unregelmäßigkeiten kommen, so ein Sprecher der Lufthansa.
Gegen 4 Uhr hatte das Bodenpersonal der Airline am Stuttgarter Flughafen die Arbeit niedergelegt. "Hier ist bisher kein Schalter besetzt", sagte Bernd Köster von der Gewerkschaft Verdi. Auf den meisten Flughäfen in Deutschland starteten die Warnstreiks gegen 5 Uhr. Auch am Lufthansa-Drehkreuz Frankfurt blieben die Schalter in der Früh leer, wie Gerold Schaub von Verdi berichtete. Großer Andrang herrschte nicht: "Der Terminal ist fast leer, weil die meisten Passagiere wohl darauf vorbereitet waren."
Dagegen hatte sich die Deutsche Bahn bereits in den Morgenstunden auf einen Ansturm an den Gleisen vorbereitet, weil Lufthansa-Passagiere, die Flüge gebucht haben, kostenlos mit dem Zug fahren konnten. Die Bahn hatte angekündigt, zusätzliche Züge und mehr Personal einsetzen.
Lufthansa rechnet mit Millionenkosten durch Streik
Lufthansa rechnet mit Millionenkosten durch den großflächigen Ausstand. Damit verschärfte die Gewerkschaft Verdi nochmals die Gangart in dem Tarifstreit, nachdem es im März bereits erste Warnstreiks gegeben hatte.
In dem Konflikt hatte Lufthansa am Mittwoch erstmals ein Angebot vorgelegt, das Verdi aber als nicht verhandlungsfähig ablehnt. Das Lufthansa-Angebot bedeute einen deutlichen Reallohnverlust für die Beschäftigten und sei keinesfalls hinnehmbar, hatte Verdi-Verhandlungsführerin Christine Behle erklärt.
In dem Tarifstreit geht es um die Gehälter von rund 33.000 Beschäftigten bei Lufthansa Cargo, Lufthansa Technik, Lufthansa Systems sowie der Lufthansa-Mitarbeiter am Boden und in der Kabine.
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