Eine konkrete Aufforderung zu weiteren Sparmaßnahmen in Europa gab es nicht. Allerdings müssten die großen Volkswirtschaften mittelfristig weiter ihre Staatshaushalte sanieren, so die G-20. Speziell wurden die USA und Japan genannt, ohne allerdings genaue Ziele aufzuzeigen. Die Industrienationen würden bis zum G-20-Gipfel im September im russischen St. Petersburg ihre Strategien dafür vorlegen.
"Die Erholung muss sich noch voll verwirklichen"
Die Gruppe hob die Erfolge im Kampf gegen die schwache Konjunktur und drängende Gefahren für die Weltwirtschaft hervor. "Aber in vielen Ländern ist das globale Wachstum weiterhin zu schwach und die Arbeitslosigkeit zu hoch", heißt in der Erklärung. "Die Erholung in der Euro-Zone muss sich noch voll verwirklichen."
Die Lockerung der japanischen Geldpolitik sei ein Beispiel für die Unterstützung der Binnennachfrage, so das Papier. Gleichzeitig warnten die G-20 aber vor einem Abwertungswettlauf verschiedener Währungen. Andauernde Fehlausrichtungen von Wechselkursen dürfe es nicht geben. "Wir sind aufmerksam, welche ungewollten negativen Nebeneffekte von einer ausgedehnten Phase geldpolitischer Lockerung herrühren."
China soll mehr Gewicht im IWF bekommen
Die Top-Wirtschaftsmächte wollen sich weiters für schärfere Regeln im Kampf gegen Steueroasen starkmachen. Erneut drängte die Organisation auf die Vollendung der vor zweieinhalb Jahren beschlossenen Quotenreform des Internationalen Währungsfonds. Im Zuge der neuen Stimmrechtsverteilung würde China - die zweitgrößte Wirtschaftsmacht der Welt hinter den USA und vor Japan - Deutschland von Platz drei der IWF-Anteilseigner verdrängen.
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