Gipfel in Washington

Finanzminister der G-20 drängen auf Euro-Bankenunion

Wirtschaft
19.04.2013 21:55
Die führenden Wirtschaftsmächte der Welt, die G-20, haben die Euro-Zone zu "nachdrücklichen" Schritten hin zu einer Bankenunion aufgefordert. Die Bilanzen der Geldinstitute in der Währungsunsion müssten gestärkt und das finanzielle Ungleichgewicht verringert werden, heißt es in einem Papier, das die Gruppe nach einem Treffen ihrer Finanzminister und Notenbankchefs am Freitag in Washington veröffentlichte.

Eine konkrete Aufforderung zu weiteren Sparmaßnahmen in Europa gab es nicht. Allerdings müssten die großen Volkswirtschaften mittelfristig weiter ihre Staatshaushalte sanieren, so die G-20. Speziell wurden die USA und Japan genannt, ohne allerdings genaue Ziele aufzuzeigen. Die Industrienationen würden bis zum G-20-Gipfel im September im russischen St. Petersburg ihre Strategien dafür vorlegen.

"Die Erholung muss sich noch voll verwirklichen"
Die Gruppe hob die Erfolge im Kampf gegen die schwache Konjunktur und drängende Gefahren für die Weltwirtschaft hervor. "Aber in vielen Ländern ist das globale Wachstum weiterhin zu schwach und die Arbeitslosigkeit zu hoch", heißt in der Erklärung. "Die Erholung in der Euro-Zone muss sich noch voll verwirklichen."

Die Lockerung der japanischen Geldpolitik sei ein Beispiel für die Unterstützung der Binnennachfrage, so das Papier. Gleichzeitig warnten die G-20 aber vor einem Abwertungswettlauf verschiedener Währungen. Andauernde Fehlausrichtungen von Wechselkursen dürfe es nicht geben. "Wir sind aufmerksam, welche ungewollten negativen Nebeneffekte von einer ausgedehnten Phase geldpolitischer Lockerung herrühren."

China soll mehr Gewicht im IWF bekommen
Die Top-Wirtschaftsmächte wollen sich weiters für schärfere Regeln im Kampf gegen Steueroasen starkmachen. Erneut drängte die Organisation auf die Vollendung der vor zweieinhalb Jahren beschlossenen Quotenreform des Internationalen Währungsfonds. Im Zuge der neuen Stimmrechtsverteilung würde China - die zweitgrößte Wirtschaftsmacht der Welt hinter den USA und vor Japan - Deutschland von Platz drei der IWF-Anteilseigner verdrängen.

Loading...
00:00 / 00:00
Abspielen
Schließen
Aufklappen
kein Artikelbild
Loading...
Vorige 10 Sekunden
Zum Vorigen Wechseln
Abspielen
Zum Nächsten Wechseln
Nächste 10 Sekunden
00:00
00:00
1.0x Geschwindigkeit
Wirtschaft
19.04.2013 21:55
Loading
Kommentare Banner - Die Stimme Österreichs

Da dieser Artikel älter als 18 Monate ist, ist zum jetzigen Zeitpunkt kein Kommentieren mehr möglich.

Wir laden Sie ein, bei einer aktuelleren themenrelevanten Story mitzudiskutieren: Themenübersicht.

Bei Fragen können Sie sich gern an das Community-Team per Mail an forum@krone.at wenden.

Top 3
Kostenlose Spiele
Vorteilswelt

Magazine der Kronen Zeitung