Terror in Boston
Österreicher bei Marathon: “Es brach totale Panik aus”
Ein Jahr lang waren sie jeden Morgen spätestens um sechs Uhr aufgestanden, hatten sich die Laufschuhe angezogen und bei jeder Witterung ihre Kilometer abgespult. Und so hatte auch das oberösterreichische Sportler-Trio Gerhard Kobler (ein Pfarrer aus Haslach/rechts im Bild, aufgenommen in Chicago), Helmut Reischl (Feuerwehrkommandant aus Oepping/links im Bild) und der Versicherungsangestellte Franz Sonnleitner (Bildmitte) nur ein gemeinsames Ziel: "Wir wollen die fünf größten Marathons der Welt mitlaufen." Berlin, London, New York und Chicago hatten sie schon geschafft - es fehlte nur noch Boston.
"Es brach totale Panik aus"
Doch dieses Sport-Event sollte für die Läufer die Hölle auf Erden werden. Sie mussten mit ansehen, wie sich das Großereignis zu einem schrecklichen Drama entwickelte. So schildert der geschockte Franz Sonnleitner am Telefon: "Der Zielbereich war komplett in Rauch gehüllt. Sowohl unter den Zuschauern als auch unter den Teilnehmern brach die totale Panik aus. Rettungskräfte versorgten die Schwerverletzten."
Auch Josef Egger - er betreut für "Runners Unlimited" eine zehnköpfige Teilnehmergruppe - wurde Augenzeuge der schrecklichen Szenen. "Zwei der österreichischen Teilnehmer hatten gerade die Ziellinie passiert, als hinter ihnen die erste tödliche Bombe explodierte."
"Krone"-Reporter in New York: "Atmosphäre angespannt"
Dass der Terroranschlag in Boston nach 9/11 die USA erneut in einen Schockzustand versetzt hat, ist im ganzen Land spürbar. "Krone"-Reporter Oliver Papacek, der sich derzeit in New York aufhält, schildert: "Der Boston-Marathon ist ein wichtiges Symbol für die gesamte amerikanische Lebensweise. Deshalb sind natürlich auch die New Yorker und die Touristen hier verunsichert. Die Atmosphäre in der ansonsten so quirligen Metropole ist angespannt."
Werden nun die heimischen Marathonläufer aus den Ereignissen Konsequenzen ziehen? Sonnleitner: "Wir laufen weiter. Sonst hätten die Täter gewonnen."
Kronen Zeitung als bevorzugte Google-Quelle hinzufügen 






Da dieser Artikel älter als 18 Monate ist, ist zum jetzigen Zeitpunkt kein Kommentieren mehr möglich.
Wir laden Sie ein, bei einer aktuelleren themenrelevanten Story mitzudiskutieren: Themenübersicht.
Bei Fragen können Sie sich gern an das Community-Team per Mail an forum@krone.at wenden.