Ein Drei-Punkte-Plan als heilende Medizin im Spitalsstreit in Niederösterreich? Die SPÖ sieht es so, ÖVP und FPÖ winken aber ab ...
Nachdem die „Krone“ ein – heftig umstrittenes – Schließungspapier aufgedeckt hat, wird endlich auch öffentlich über Einsparungsmöglichkeiten und die Neuausrichtung im Krankenhauswesen diskutiert und informiert.
Politisches Rezept gefunden?
SPÖ-Landesrat Sven Hergovich will nun ein politisches Rezept gefunden haben. „Wir sollten nicht bis nach den Gemeinderatswahlen im kommenden Jänner warten. Ich lade ÖVP und FPÖ ein, schon kommende Woche mit uns einen Drei-Punkte-Plan zu beschließen. Nämlich eine Standortgarantie für alle Kliniken. Eine sofortige Bekämpfung des Personalmangels, unter anderem durch attraktivere Gehälter. Und eine Zerschlagung der Landesgesundheitsagentur.“
Die erste Reaktion wird eine bittere Pille für den SPÖ-Landesparteiobmann sein. „Statt gemeinsam an echten Lösungen für eine nachhaltige und zukunftsorientierte Gesundheitsversorgung zu arbeiten, betreibt ,Gegen-eh-alles’-Landesrat Hergovich erneut Populismus. Er sollte die Experten arbeiten lassen“, kritisiert Franz Dinhobl, Gesundheitssprecher der Volkspartei.
Auch FPÖ reagiert ablehnend
Die Freiheitlichen reagieren ebenfalls verschnupft: „Mit seiner Forderung nach einem Ende für die LGA zeigt SPÖ-Chef Hergovich einmal mehr seine schlagartige und brachiale Art. Der SPÖ-Troll-Landesrat weiß offenbar mehr als 50 Fachleute. Die Experten arbeiten derzeit auch unter Einbindung der SPÖ“, so Gesundheitssprecher Richard Punz.
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