Die Vorwürfe stützen sich auf ein umfangreiches Gutachten der Beraterfirma Alvarez & Marsal, das am 26. März der Zentralbank von Zypern vorgelegt wurde.
Im zypriotischen Fernsehen sagte Klerides, dass niemand seiner Verantwortung entgehen werde. Wer sich in der Bankenkrise strafbar gemacht oder Beweismaterial unterschlagen hätte, müsse mit Konsequenzen rechnen. Den Report von Alvarez & Marsal müsse er aber zunächst eingehend prüfen. Anschließend werde er ihn an den jüngst gebildeten Untersuchungsausschuss weiterleiten, der sich mit den Ursachen der Krise auf Zypern befassen wird.
In dem Gutachten wird auch das zweite in Schieflage geratene Geldhaus, die Popular Bank, erwähnt. Beide Banken waren durch das starke Engagement in Griechenland nach dem griechischen Schuldenschnitt im Oktober 2011 ins Taumeln geraten. Die Versuche sie zu stützen, brachten den zypriotischen Staat an den Rand des Bankrotts, woraufhin Zypern internationale Hilfe beantragen musste.
Hilfsprogramm nimmt konkretere Formen an
Dieses Hilfsprogramm nimmt nun langsam auch konkretere Formen an. Am Dienstag verständigte sich die zypriotische Regierung mit Vertretern der Gläubiger-Troika aus IWF, EU- Kommission und Europäischer Zentralbank im Grundsatz auf Einzelheiten des Programms. Durch die Vereinbarungen solle der Finanzbedarf des Landes gedeckt werden, während der Inselstaat seine Wirtschaft wieder auf Vordermann bringt, erklärte IWF-Chefin Chrsitine Lagarde.
Die Vereinbarung wird nun von den einzelnen Euro-Staaten geprüft, eine Zustimmung soll dann beim Treffen der Euro-Gruppe Ende kommender Woche erfolgen. Wenn alles planmäßig verläuft, kann Zypern bereits im Mai mit der ersten Tranche der finanziellen Hilfen rechnen.
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