Wenn die ersten Soldaten aus Nordkorea an der russischen Front in der Ukraine auftauchen, erfährt dieser Krieg in Europa eine Eskalation noch ungeahnten Ausmaßes: Putin holt Asien nach Europa, macht daraus gleichsam einen Weltkrieg; die NATO wird/kann das nicht unbeantwortet lassen und gegebenenfalls selbst mit Soldaten eingreifen (Zelenskij wird sagen: endlich!); Putin wird wieder mit Atomwaffen drohen, wobei man bei ihm nicht sicher sein kann, dass es nur bei der Drohung bleibt.
Mit der Ausweitung des Krieges bis nach Asien beweist Putin, dass es ihm nicht (nur) um die Ukraine geht, sondern um eine machtpolitische Herausforderung der NATO, also USA.
Das neue weltpolitische Phänomen, diese „Achse der Autokraten“, hat keine gemeinsame Ideologie (China ist kommunistisch, Russland nationalistisch, Nordkorea eine Tyrannei, Iran ein Gottesstaat). Es eint sie nur das Ziel, die Vormacht der USA zu brechen.
Die erste Stufe dazu ist BRICS, auf dessen Gipfel Putin derzeit demonstriert, dass er nur im Westen isoliert ist, aber nicht im globalen Süden. Man darf gespannt sein, ob sich Indien und Brasilien in das antiamerikanische Fahrwasser ziehen lassen.
China hält Russland wirtschaftlich am Leben, Nordkorea hält es militärisch am Leben. Was sagen eigentlich die Putinversteher dazu, wie ihr Retter des christlich-europäischen Abendlandes Europas Interessen an Asien verrät?
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