"Deine Zeit läuft ab"
Angeklagt: Ex-US-Soldat kämpfte mit Al-Kaida in Syrien
Der 30-Jährige habe Fotos und Videos von sich mit schwerer Bewaffnung im Internet veröffentlicht, heißt es in einer Erklärung der US-Bundespolizei FBI. Die Beamten hatten Harroun am vergangenen Dienstag in einem Hotel in der Nähe des Dulles Airports in Virginia verhaftet, berichtete der Nachrichtensender CNN.
Drohvideo: "Assad, deine Tage sind gezählt"
In einem YouTube-Video drohte Harroun Machthaber Assad persönlich: "Deine Tage sind gezählt. Du wirst in Flammen untergehen, daher solltest du verschwinden, solange du noch kannst. Wir werden dich finden und dich töten." Auf seiner Facebook-Seite habe er zudem Israel-feindliche Kommentare gepostet, erklärten die Behörden.
Das Pentagon äußerte sich bisher nicht zu der Verhaftung des ehemaligen Armeeangehörigen. Nur so viel war Sprecher George Little zu entlocken: "Es ist immer ein Grund zur Sorge, wenn Terrornetzwerke in diesem Teil der Welt oder anderswo Amerikaner zu rekrutieren versuchen, ganz gleich ob sie beim Militär dienen oder nicht."
Der "Jihadist aus Phoenix", wie ihn das US-Magazin "Foreign Policy" nennt, dürfte während seiner Studienzeit mit dem fundamentalistischen Islam in Berührung gekommen sein. So berichtet das Magazin über zwei Brüder aus Ägypten, die gemeinsam mit Harroun studiert und sich mit ihm angefreundet hätten. Obwohl er sich als Muslim bezeichnete, nahm es Harroun mit den religiösen Regeln offensichtlich nicht so genau. So soll er regelmäßig Alkohol konsumiert und immer wieder mit Frauen sexuell verkehrt haben, die er kurz vorher kennengelernt hatte.
Amerikanischem Syrien-Rebell droht lebenslange Haftstrafe
Harroun diente den Angaben zufolge von 2000 bis 2003 in der US-Armee. Er sei im vergangenen Jänner nach Syrien gereist. Dort habe er sich zunächst der Freien Syrischen Armee und später der Al-Nusra-Front angeschlossen, die seit 2004 von den USA als terroristische Vereinigung eingestuft wird. Er soll an mehreren tödlichen Angriffen beteiligt gewesen sein. Sollte der Beschuldigte verurteilt werden, droht ihm eine lebenslange Haftstrafe.
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