Die Erleichterung war groß, als Sonntagnachmittag die erste Hochrechnung über die Vorarlberger Landtagswahl bekannt wurde. Keine Spur von einem Duell zwischen dem schwarzen Landeshauptmann und seinem freiheitlichen Herausforderer. Vielmehr ein Vorsprung der ÖVP von etwa zehn Prozent.
Und so durften sich die Spitzen der Volkspartei, ebenso wie jene der Sozialdemokratie, der Grünen und der NEOS eigentlich alle als Wahlsieger sehen.
EINERSEITS ist das durchaus nachvollziehbar, da das deklarierte Ziel aller anderen Parteien ja darin bestand, im Ländle einen Durchmarsch der Freiheitlichen, wie er zwei Wochen zuvor bei den Nationalratswahlen stattfand, zu verhindern.
ANDERERSEITS ist es schon bemerkenswert, dass sich die ÖVP nun bei einer weiteren Wahl, bei der sie mit großen Verlusten das schlechteste Ergebnis seit Jahrzehnten einfährt, als Wahlsieger geriert. Und auch die Grünen haben ja ähnlich wie die ÖVP bloß sechs Prozent eingebüßt. Sogar die in Vorarlberg traditionell schwache SPÖ hat ihr einstelliges Ergebnis einigermaßen halten können. Und die NEOS haben wieder einmal einen triumphalen Wahlerfolg gefeiert, wiewohl sie eben auch einstellig geblieben sind. Lauter Wahlsieger also!
Mit Ausnahme der Vorarlberger Freiheitlichen allerdings. Diese konnten das von ihren Gegnern vorhergesagte Kopf-an-Kopf-Rennen nicht liefern. Sie haben sich nur von 14 auf 28 Prozent verdoppelt.
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