Hubert Schmalix ist einer der bedeutendsten Maler Österreichs. Er liebt Comics, Farben und die große Geste. Im Linzer Schlossmuseum stellt er farbintensive Landschaften und monumentale Gemälde zum Thema „Altern“ aus.
„Ein bärtiger alter Mann“, schmunzelt Hubert Schmalix (72), er redet über seinen jüngsten Werkzyklus, der im Schlossmuseum zu sehen ist.
Der Grazer, der in Los Angeles lebt, zählt zu den bedeutendsten Malern Österreichs, er ging aus den „Neuen Wilden“ hervor, sein Stil ist unverkennbar: Schmalix nimmt Techniken aus der Comiczeichnung, wie dicke Konturen, dramatische Gesten und Gesichtsausdrücke, kombiniert diese Elemente mit flächigem Farbeinsatz. „Meine ruhige Ausführung steht im Gegensatz zum Drama, was manchmal ironisch wirkt“, sagt er im „Krone“-Talk.
Viel mehr als „Tremor“
In den letzten zwei Jahren sind monumentale Gemälde entstanden, die alle um einen alten Mann kreisen. Jeder könne sich selbst Bezüge denken, die reich bestückte Werkschau übertitelt er auf jeden Fall mit „Tremor“: „Damit meine ich nicht unbedingt das Zittern, sondern allgemein: das Beben.“
Archetypus in der Mythologie der Menschheit
Die Figur des bärtigen Greises, ein Archetypus, durchlebt in jedem Bild Situationen, die mit mythologischen Szenen kokettieren: Eremit, Wanderer, der alte König im ewigen Schlaf und auch Wiedergeburt.
Die zweite Werkgruppe in der Ausstellung (bis 26. Jänner) im Schlossmuseum zu sehen ist, besteht aus Landschaften, idyllische, menschenleere Orte unter Bergen und an Seen. Sehenswert!
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