Große Wellen hat der überraschende Rückzug von Oedt aus der Regionalliga geschlagen. In der nun für die kommende Saison ein Mangel droht. Denn in Salzburg sucht man vergeblichst nach potentiellen Aufsteigern. Doch wer steigt aus der OÖ-Liga auf, in der wohl im Gegenzug in dieser Saison kein Klub absteigt?
Die Nachricht schlug ein wie ein Blitz! Die ASKÖ Oedt wird sich in der kommenden Saison aus der Regionalliga zurückziehen. Die 1b wird dazu in der OÖ-Liga aufgelöst und man wird fortan in der Landesliga kicken. Als Gründe für den Rückzug wurden fehlende Infrastruktur sowie auch der mangelnde Rückhalt seitens der Stadtgemeinde genannt.
„Das macht mich zutiefst enttäuscht! Alle Wünsche, die rechtlich möglich waren, wurden erfüllt“, sagt Trauns Bürgermeister Karl-Heinz Koll. Doch der Oedt-Rückzug sorgt nicht nur in Oberösterreich für Wirbel, sondern bringt die neue Regionalliga Nord ins Wanken.
Salzburg sucht einen Aufsteiger
Denn auch in Salzburg herrscht Ausnahmezustand bei der Suche nach genügend Klubs. Nach dem Bischofshofen-Aus sollte Bürmoos als Dritter der Salzburger Liga nachrücken. Trotz des Zuspruchs von den Spielern entschied sich der Vorstand aber gegen einen Aufstieg. Ebenso werden Siezenheim, Bramberg und der SAK den Aufstieg verweigern. Doch wie sieht die Lage in OÖ aus, wo nun drei aufstiegswillige Vereine benötigt werden? Spitzenreiter Vorwärts Steyr müsste als Meister den Wiederaufstieg annehmen. Verfolger Bad Leonfelden hatte bis Dienstag den Plan, nur als Meister aufzusteigen. Nach den letzten Entwicklungen ist man eng im Austausch mit dem OÖFV.
„Finanziell fehlen uns die Rahmenbedingungen!“
„Natürlich ist die neue Regionalliga reizvoll. Wir werden es aber nicht wagen, da bei uns finanziell langfristig die Rahmenbedingen fehlen“, schüttelt indes Perg-Manager Alfred Pössenberger wie auch Weißkirchen-Sektionsleiter Fritz Pflug den Kopf. „Uns fehlt seitens OÖ-Verband das klare Bekenntnis, wie die Regionalliga aussehen wird. Solange das nicht geklärt ist, werden wir uns nicht zu einem Aufstieg äußern“, sagt wiederum Schallerbach-Sportchef Thomas Schuster. Lediglich in Friedbug schielt man offen nach oben!
Kein OÖ-Liga-Absteiger?
“Schaffen wir es sportlich, steigen wir auf“, meint Obmann Harald Aigner. Doch auch im Keller ist der Oedt-Rückzug ein Thema! Sollten sich drei Aufsteiger finden, wird es in der Saison keinen Absteiger geben. Womit nun Pregarten, Gschwandt und Micheldorf drei Runden vor Schluss gerettet sind, während aus der Landesliga die jeweils beiden besten Klubs aufsteigen.
„Krone“: Herr Koch, wie gehen Sie mit der Entscheidung der ASKÖ Oedt (siehe oben) um? Auch der Verband wurde ja gänzlich davon überrumpelt.
Raphael Koch: Wir haben es vorher nicht gewusst, aber es ist neutral zu sehen. Das ist die Entscheidung vom Verein und die ist zu akzeptieren.
Fühlt man sich auch aufgrund der Vorgeschichte wie dem Aufstiegsverzicht und Klagsdrohungen vonseiten Oedts nicht schon langsam auf den Schlips getreten?
Nein! Jeder Verein muss selbst wissen, wo er sich sieht.
Viele Klubvertreter und Fans schießen sich aber auf Oedt-Mäzen Franz Grad ein und fordern Konsequenzen wie eine Rückreihung in die 2. Klasse.
Es ist in unseren Auf- und Abstiegsbestimmungen genau geregelt, was in so einem Fall passiert – und wir halten uns an das Regulativ. Man wird in der Landesliga eingegliedert und darf ein Jahr nicht aufsteigen. Es gibt auch keine andere Möglichkeit!
Wie ungünstig ist es, dass diese Entscheidung so kurz vorm Saisonende getroffen wurde?
Es ist nicht so tragisch. Im Endeffekt wird ja für die anderen Vereine nichts schlechter, sondern eigentlich nur besser. Wir haben die Vereine informiert und müssen jetzt einen dritten Klub suchen, der in die Regionalliga will. Wir wollen ehest möglich Klarheit erlangen. Dann gibt es auch keinen Absteiger aus der OÖ-Liga.
Apropos Regionalliga. In Salzburg wird man Stand jetzt keine acht Klubs finden, die in der neuen dritten Liga spielen wollen. Wie wird man damit umgehen?
Das ist natürlich bei uns auch Thema. Sollte es so sein, dass wir keine acht Klubs für die Regionalliga Nord nominieren können. Der ursprüngliche Plan war mit 16 Vereinen, acht aus Oberösterreich, acht aus Salzburg, zu spielen. Wenn die Verbände das aber nicht schaffen, dann muss man drüber reden. Aus meiner Sicht werden es einfach weniger sein
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