Der US-Frischhaltedosen-Hersteller Tupperware ist nun auch in Österreich pleite. Beim Handelsgericht Wien wurde ein Sanierungsverfahren ohne Eigenverwaltung beantragt. Rund 16 Beschäftigte der Tupperware Österreich GmbH mit Sitz in Wien sind betroffen.
Kurz nachdem der Mutterkonzern aus den USA Insolvenz anmelden musste, ist nun auch die Österreichtochter, die im 23. Wiener Gemeindebezirk angesiedelt ist, zahlungsunfähig, berichtete unisono die Kreditschutzverbände Creditreform, AKV und KSV1870.
Fortführung des Unternehmens geplant
Eine Fortführung ist geplant, den Gläubigern winkt eine Quote von 20 Prozent. Die Passiva sollen bei gut zehn Millionen Euro liegen.
Mutterkonzern hat Streitigkeiten mit großen Gläubigern
Ein Sanierungsverwalter muss noch bestellt werden. Als Grund für die Zahlungsunfähigkeit gilt die Insolvenz des Mutterkonzerns in den USA. Diese wiederum sei auf Streitigkeiten mit großen Gläubigern zurückzuführen, hieß es im September. Das 1946 gegründete Unternehmen ist mit „Tupper-Partys“, bei denen Verkaufsberater im privaten Umfeld die Plastikdosen und andere Küchenartikel in ihrer Community anpreisen, groß geworden. Erst 2022 fing Tupperware an, Produkte online zu verkaufen – zu spät, wie Handelsexperten meinen.
In 41 Ländern aktiv
Tupperware hat 5450 Mitarbeiter in 41 Ländern. Hinzu kommen rund 465.000 eigenständige Verkaufsberater. Gegründet wurde die Firma 1938 von Earl Tupper.
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