Im Fall der durch einen Vandalenakt zerstörten Skulptur einer gebärenden Marienfigur im Linzer Dom gibt es zwei Verdächtige. Ein DNA-Abgleich soll Klarheit bringen, das Ergebnis dauert aber noch, bestätigte die Polizei Medienberichte.
Es war ein Vandalenakt sondergleichen: Eine Marienskulptur aus Lindenholz der Tiroler Künstlerin Esther Strauß wurde kurz nach ihrer Aufstellung im Linzer Mariendom geköpft. Offenbar hatte die Szene – Maria im Moment der Geburt des Jesuskindes – provoziert.
Laut Berichten gibt es nun Tatverdächtige. Es handelt sich um einen 73-jährigen Linzer sowie um einen 31-jährigen Wiener. Ermittelt werde neben der schweren Sachbeschädigung auch wegen der Gutheißung einer mit Strafe bedrohten Handlung auf Telegram.
Haftstrafe in Aussicht
Welcher der beiden Männer Hand anlegte und den Kopf der Statue absägte, ist noch unklar. Dem Vandalen drohen jedenfalls bis zu zwei Jahre Haft.
Die Skulptur mit dem Titel „crowning“ hatte von Anfang an polarisiert. Sie ist Teil des Projektes „DonnaStage“, das sich anlässlich des 100-jährigen Weihejubiläums des Mariendoms in Kunstinstallationen, Workshops und Diskussionen mit Fragen rund um Frauenrollen, Familienbilder und Geschlechtergerechtigkeit auseinandersetzt. Nun soll die Figur nicht wieder im Mariendom ausgestellt werden.
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