Filialschließungen, Insolvenzen, Restrukturierungen – der Modehandel ist zum Teil gewaltig ins Strudeln geraten. Einige Marken haben schon länger ein Problem, ist Klaus Buchroithner aus Eferding, der Gründer der nachhaltigen Modemarke Vresh, sicher.
Die Lockdowns in der Corona-Zeit verliehen den Onlineshops Flügel, auch jetzt scheint sich der stationäre Handel nicht mehr so ganz zu erfangen: Vor allem in der Textilwelt kriselt es, bekannte Marken wie Esprit oder Gerry Weber schlitterten in die Insolvenz.
„Lage nicht so dramatisch, wie sie oft dargestellt wird“
„Durch die Corona-Förderungen sind viele Themen, die es schon davor im Handel gab, verschleppt und kaschiert worden“, ist Klaus Buchroithner, Gründer der Modemarke Vresh, sicher. Für den Eferdinger ist die Lage aber „nicht so dramatisch, wie sie oft dargestellt wird“: „Ich sehe mehr eine regionale Verschiebung. Eine PlusCity ist immer ziemlich voll, dafür leidet die Landstraße in Linz massiv.“
Was braucht’s, um als Modemarke heute wirtschaftlich erfolgreich zu sein? „Eine klare Positionierung“, antwortet er. Und ergänzt: „Man weiß ja oft nicht mehr, wofür die Marken stehen.“
Die Kunden greifen derzeit entweder zu Super-Fast-Fashion, wie sie Shein oder Temu bieten, oder wollen nachhaltige Kleidung. Vresh steht für fair produzierte Mode aus der EU. Dass die Linzer, die vorwiegend online verkaufen, greifbar sind, kommt gut an, erzählt Geschäftsführerin Michaela Geiseder: „Wir gehen auf jede Kundenfrage ein.“
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