Kritiker sehen mehrere Pongauer Bauprojekte von Hans Mayr als Problem für den lokalen Immobilienmarkt. Mit Kurzzeitmieten würde man den Einheimischen die Möglichkeit auf günstigen Wohnraum weiter rauben, lautet die Kritik. Der frühere ÖVP- und Team Stronach-Politiker kontert.
Der frühere Wohnbaulandesrat Hans Mayr wirbt zusammen mit einer Baufirma selbstbewusst für fertiggestellte Wohnungen in Eben, Wagrain und in Flachau. Man könne Objekte zwischen 40 und 92 Quadratmetern ab 229.000 bis 550.000 Euro erwerben. Auch klassische Immobilien-Investoren können profitieren: „Sie erzielen eine hohe Rendite mit bis zu fünf Prozent, die sie durch Kurzzeitvermietung noch intensivieren können“, erklärt der einstige ÖVP- und Team Stronach-Politiker.
Im Internet auf der dazugehörigen Facebook-Seite rufen die Pongau-Projekte Mayrs erboste Kommentare hervor. „Dieses Konzept ist extrem schädlich im Land Salzburg und hat uns über Jahrzehnte große Probleme gebracht“, heißt es etwa. Oder: „Sündteuer“, und: „Diese Projekte zerstören unsere Heimat, die Mieten steigen so in unerschwingliche Höhen.“
Auf eine Anfrage der Grünen im Landtag, die speziell beim Vorhaben in Eben ein Fragezeichen hinter der ordnungsgemäßen Widmung orten, reagiert der 63-Jährige gelassen. „Klar sind die Quadratmeterpreise bei der Kurzzeitmiete höher als bei der langfristigen Vermietung. Aber die bieten wir nur in Flachau an. Wir wollen bei der Vermietung zwischen einem Monat und maximal sechs Monaten Mitarbeiter für die Tourismusbranche ansprechen. Firmen suchen wie wild nach Mitarbeitern.“
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