Mega-Coup von Stefan Pierer! Der KTM-Eigentümer verkaufte die Mehrheit am deutschen Kabelbaumriesen Leoni an Luxshare, einen Apple-Zulieferer aus China. Erst im Vorjahr hatte Pierer Leoni gerettet. Jetzt kommen durch den Deal mehr als 525 Millionen Euro in die Kassa.
„Wir müssen stärker bei Chinas Autobauern hinein“, hatte Stefan Pierer angekündigt, als er die Leoni AG gerettet und übernommen hatte. Nun fädelte der KTM-Eigentümer einen Deal mit Asien ein – er ist aber etwas anders als gedacht. Denn: Pierer verkauft die Mehrheit an der Leoni AG. Und die sichert sich mit Luxshare ein Unternehmen, das derzeit vor allem als Apple-Zulieferer bekannt ist, etwa iPhones und Airpods für die Weltmarke produziert.
Allein Tochterfirma ist Chinesen 320 Millionen Euro wert
Nun übernimmt Luxshare 50,1 Prozent an Leoni, blättert dafür 205,4 Millionen Euro hin. Außerdem sichert sich das Unternehmen auch noch eine Tochterfirma und zwar die Leoni Kabel GmbH, was den Chinesen noch einmal 320 Millionen Euro wert ist.
Der Deal bringt damit also insgesamt mehr als 525 Millionen Euro ein und sorgt damit für eine gewisse Stabilität. Pierer hatte ja selbst bei der Rettung 150 Millionen Euro in die Hand genommen, dazu durch eine Gesellschaft noch Gläubigerforderungen in Höhe von 708 Millionen Euro übernommen.
Sparstift bei KTM, als Investor umtriebig
Während der steirische Unternehmer einerseits bei der Pierer Mobility AG (KTM, Husqvarna, GasGas, MV Agusta) den Sparstift angesetzt hat, bleibt er als Investor umtriebig. Bei Feuerwehrausstatter Rosenbauer übernimmt Pierer ja gemeinsam mit Mark Mateschitz und zwei Gesellschaften der Raiffeisenlandesbank Oberösterreich die Mehrheit am Weltmarktführer aus Oberösterreich.
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