In Kamerun entführt
Video von französischer Familie aufgetaucht
In dem Video prangert über den auf dem Boden sitzenden Geiseln eine schwarze Fahne, die über zwei Sturmgewehren und einem offensichtlich den Koran repräsentierenden Buch den arabischen Schriftzug "Es gibt keinen Gott außer Allah" in Weiß trägt.
Links und rechts neben den Franzosen befinden sich bewaffnete und vermummte Männer im Tarnanzug. Ein dritter liest eine Erklärung auf Arabisch vor. "Der französische Präsident hat einen Krieg gegen den Islam begonnen", erklärt der Entführer. Sollten ihre Forderungen nicht erfüllt werden, würden die Geiseln sterben, warnt er.
Frankreichs Außenminister Laurent Fabius hat am Montagabend die Authentizität des Videos bestätigt. "Ein Video der gekidnappten französischen Familie ist von Boko Haram verbreitet worden", erklärte Fabius in einer Aussendung. Die Bilder seien "furchtbar schockierend" und zeugten von einer "grenzenlosen Grausamkeit".
Familie nach Nigeria verschleppt
Es ist das erste Mal, dass westliche Touristen in Kamerun entführt wurden. Die französische Familie war vor einer Woche im Norden Kameruns bei ihrer Rückkehr vom Nationalpark Waza an der Grenze zu Nigeria verschleppt worden. Die Franzosen wurden in dem Ort Dadanga von bewaffneten Entführern auf Motorrädern gekidnappt.
Laut den kamerunischen Sicherheitskräften hatten die Entführer dann mit ihren Geiseln - ein Elternpaar, seine fünf, acht, zehn und zwölf Jahre alten Kinder sowie ein Onkel - die nigerianische Grenze überquert.
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