Fast in Brüssel

Magnus Brunner bleibt dennoch Spitzenkandidat

Vorarlberg
02.09.2024 14:15
Porträt von Vorarlberg-Krone
Von Vorarlberg-Krone

Mit einem Fuß ist der Höchster bereits in Brüssel, wo er ab November neuer EU-Kommissar werden soll. Das Gesicht des noch amtierenden VP-Finanzministers ziert dennoch die Nationalratswahlplakate.  

Mit mehr oder weniger einfallsreichen Slogans werben die Parteien wieder um die Wählergunst. Wie Pilze aus dem Boden geschossen sind die Nationalratswahlplakate mit den Porträts der Spitzenkandidaten. Auf den jenen der ÖVP ist neben Norbert Sieber (Spitzenkandidat im Wahlkreis Nord) auch Magnus Brunner zu sehen, der die Vorarlberger Landesliste anführt. Doch schon jetzt ist fix: Da der Höchster Johannes Hahn als EU-Kommissar nachfolgen wird, wird er das Nationalratsmandat auf keinen Fall annehmen.

Warum also ist er auf den Wahlplakaten zu sehen? Der Grund dafür ist schnell erklärt: Als die Listen eingereicht werden mussten, stand schlicht und einfach noch nicht fest, wer Österreichs neuer EU-Kommissar werden sollte.

Beste Chancen weiterhin für Sieber und Eder
Die ÖVP dürfte es freuen. Mit dem durchaus beliebten Finanzminister an der Spitze der Landesliste lässt sich sicher die eine oder andere Wählerstimme ergattern. Die Chancen, in den Nationalrat einzuziehen, ändern sich für Brunners schwarze Mitstreiter nicht. Während Sieber das Mandat im Norden verteidigen dürfte, sollte Heike Eder (Platz 2 der Landesliste) für Brunner ins Bundesparlament einziehen. Würde er wieder Minister werden, wäre dies aufgrund des Mandatsverzichts auch der Fall.

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